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Betrüger wollten Seniorin um ihr Geld bringen

Mit Pfändung gedroht

Mit Pfändung drohte ein Anrufer am Dienstagmorgen einer 82-Jährigen. Die Bochumer Seniorin war nicht das einzige Opfer von betrügerischen Telefonanrufen. Alleine am Dienstag, 18. November, wurden der Polizei neun Fälle gemeldet. Die Polizei warnt daher eindringlich vor einer neuen Welle solcher Anrufe.

BOCHUM

20.11.2014

Das Telefon der 82-Jährigen klingelte gegen 09.30 Uhr. Der Anrufer drohte der Seniorin mit einer Pfändung. Diese ließ sich jedoch auf das Gespräch nicht ein und blockte den Anrufer ab. Auch in den anderen acht Fällen, die sich am Dienstag ereigneten, konnten die Betrüger keine Beute machen, da die Angerufenen nicht auf die Forderungen eingingen. Dennoch sind die Täter immer wieder erfolgreich.  Die Betrüger rufen meistens bei Senioren an, die im Telefonbuch zu finden sind. Oft stehen diese dort mit vollem Namen. An altmodischen Vornamen können die Betrüger oftmals auf das Alter der Menschen schließen. Bei den Anrufen versuchen die Betrüger, mit unterschiedlichen Maschen an das Geld der Betroffenen zu gelangen. Der klassische Fall des "Enkeltrickbetruges" ist hierbei der Anruf eines vermeintlichen Verwandten, der dringend Geld benötigt, um eine Anzahlung für eine gerade gekaufte Wohnung oder ein Auto leisten zu können. Die Betrüger verändern aber auch ihre Masche. Um mehr Druck auf die potentiellen Opfer auszuüben, melden sich die Anrufer als Rechtsanwalt, Polizei, Staatsanwalt, Finanzbeamte oder Inkassofirma. Diese behaupten dann, dass der Angerufene durch Glücksspiele Schulden verursacht habe und diese durch Pfändung beglichen werden sollen. Oder es wird mit einem Gewinn in 5-stelliger Bargeldhöhe gelockt, der erst ausgezahlt werden kann, wenn der "glückliche Gewinner" den Geldboten in Vorkasse bezahlt. Neu in der Reihe der Betrugsmaschen ist, dass die Anrufe nicht mit unterdrückter Telefonnummer, sondern mit einer gefälschten Rufnummer im Telefondisplay erscheinen. Dadurch wollen sie den Anschein von Seriosität erwecken.

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