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Biografisches aus dem Westen

IM WESTEN Weihnachtszeit - Geschenkezeit. Sie suchen noch ein besonderes Geschenk aus dem Dortmunder Westen? Wie wäre es mit einem Buch? Zwei Hobby-Autoren von der Holte Kreta und aus Westerfilde legen pünktlich zum Fest autobiografische Bücher vor und nehmen die Leser mit auf eine Reise in die Vergangenheit des Dortmunder Westens.

von Von Matthias vom Büchel

, 19.12.2007

Karin Dunkel (66) berichtet in ihrem Roman "Knickelwasser - eine Geschichte von der "Kreta" über die Kindheit in einer Bergarbeiterfamilie.

"Ich habe persönliche Erinnerungen und familiäre Erzählungen miteinander verbunden", berichtet die heute in Altenbochum lebende Autorin. Entstanden ist daraus eine Art Autobiografie und ein wertvolles Zeitzeugnis.

Erzählt wird die Geschichte von Bergarbeiter-Tochter Franziska, die während des Zweiten Weltkriegs geboren wird. Luftangriffe und Sirenengeheul prägen ihre frühe Kindheit, später erlebt Franziska auch den Aufschwung in den 50er Jahren mit.

Geschrieben hat Karin Dunkel schon immer gern. Sie veröffentlichte Kurzgeschichten in verschiedenen Zeitschriften. Ihren Roman hatte sie eigentlich nur für ihre Söhnen geschrieben. "Aber mein Ehemann fand, ich sollte das Manuskript einem Verlag schicken. Das tat Karin Dunkel und fand mit dem Universitätsverlag Brockmeyer in Bochum einen Interessenten. Inzwischen sitzt sie bereits an einem neuen Roman. "Er spielt unter anderem auf Mallorca. Aber mehr wird noch nicht verraten", lacht Karin Dunkel.

Arbeiten für den Grafen

Ebenfalls durch die Familie inspiriert, und zwar durch seine acht Enkelkinder, wurde Werner Feldmann aus Westerfilde. Der 79-Jährige, der 1951 von Westerholt nach Dortmund kam, arbeitete viele Jahre auf dem Kraftwerk Knepper, zuletzt als Wärmetechniker. In seiner zweiteiligen Biografie "Ein langer Weg" (Foto) schreibt Werner Feldmann über seine Erinnerungen an die Jahre 1933 bis 1944 und dann über die Nachkriegszeit bis hin zu seinem Rentenalter .

Viel hat Werner Feldmann erlebt und erleben müssen. Wie den Hunger in der Gefangenschaft, aus der er mit gerade 17 Jahren unterernährt entlassen wurde. Um endlich einmal satt zu werden, fragte er im Schloss Hovestadt bei Soest beim Grafen von Plettenberg nach Arbeit. Beim Grafenb absolvierte er auch später eine Lehre. "Ich wurde Kutscher und Pferdepfleger", erinnert sich Feldmann, dessen liebste Erinnerung allerdings dem Servier-Mädchen gilt. Denn es ist seine spätere Frau, mit der Werner Feldmann inzwischen seit 57 Jahren verheiratet ist.

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