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Biologische Station wird abgewertet

BOCHUM Der eigenständige Erhalt der Biologischen Station östliches Ruhrgebiet scheint trotz einer Resolution des Rates an die Landesregierung gefährdet.

01.10.2007

„Die Resolution des Rates ist bei der Landesregierung offensichtlich auf taube Ohren gestoßen. Das muss man aus den Informationen schließen, die die Verwaltung und der Leiter der Biologischen Station im letzten Umweltausschuss gegeben haben“, rügt der umweltpolitische Sprecher der Grünen-Ratsfraktion, Thorsten Klose.

 "Unsinnige Fusion"

Das Umweltministerium wolle die „unsinnige Fusion mit der Biologischen Station westliches Ruhrgebiet auf jeden Fall durchziehen“. In einem Ultimatum wird die Biologische Station aufgefordert, sich bis Mitte Oktober mit der Umstrukturierung prinzipiell einverstanden zu erklären, andernfalls werde die Landesförderung gestrichen.

Auch bei der Finanzausstattung werde weiter der Rotstift angesetzt, so Klose: „Seit 2004 wurde die Landesförderung bereits um rund 40 Prozent gekürzt, jetzt soll der Zuschuss um weitere 30 000 Euro reduziert werden. Es droht also Personalabbau.”

"Schlag für Naturschutz"

Das vom Ministerium vorgegebene neue Aufgabenspektrum der Biologischen Station wird sich nach Ansicht Kloses gerade für Bochum sehr negativ auswirken: 60 Prizent der Mittel sollen in Zukunft für die Pflege des Emscher Landschaftsparks ausgegeben werden, für das lokale ökologische Profil stehen nur noch 40 Prozent zur Verfügung.”

Klose zieht das Fazit: “Die Pläne der Landesregierung sind ein harter Schlag für den Naturschutz im Ballungsraum. Stadtökologische Maßnahmen mit intensiver Bürgerbeteiligung wird die Biologische Station in Bochum nur noch in reduziertem Umfang durchführen können. Auch die vorbildlichen umweltpädagogischen Programme werden wohl eingeschränkt werden müssen.“