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Birte Bultmann überrascht

NÜRNBERG TV 01-Wattenscheids Cheftrainer Tono Kirschbaum sprach am Abend des 5. Juli im Mannschaftshotel von "einem tollen, ersten Tag" seiner Leichtathleten. Fünf Medaillen gab es am ersten Tag in Nürnberg.

von Von Jürgen Kox

, 06.07.2008

Platz eins sicherte sich erwartungsgemäß die 4x100 Meter-Staffel der Männer in der Besetzung Jan Schulte, Julian Reus, Sebastian Ernst, Ronny Ostwald. Das Wattenscheider Quartett benötigte 39,22 Sekunden. Julian Reus, der sich ausschließlich in der Staffel präsentierte, freute sich besonders: "Immerhin mein zweiter Titel in Wattenscheid nach dem Staffel-Titel in der Halle."

Auch die weibliche 4x100 Meter-Staffel hatte allen Grund zur Freude: Karoline Köhler, Katja Wakan, Esther Cremer und Weitspringerin Sosthene Moguenara sicherten sich in 44,63 Sekunden Platz zwei hinter LG Weserbergland. Es war sogar mehr drin, denn der erste Wechsel ging daneben. Platz zwei belegte auch Diskushüne Michael Möllenbeck. Der zweimalige WM-Dritte hatte keinen Grund zum Jubeln: Mit 62,98 Metern verfehlte er die Olympianorm um rund anderthalb Meter. Möllenbeck hat die vom DLV geforderte Marke (64.50 m) in dieser Saison erst einmal übertroffen. Hoffen kann der Wattenscheider noch auf eine Nominierung, denn der deutsche Meister Harting quälte sich mit Eisbeuteln und Spitzen zum Sieg.

Hinrichs exzellent

Denise Hinrichs lieferte erneut einen exzellenten Wettkampf ab; die Wattenscheider Kugelstoßerin blieb mit ihren 18,60 Metern (im fünften Stoß) wieder einmal klar über der Olympianorm: zum sechsten Mal in der Saison. "Ich war anfangs etwas müde, habe mich dann aber besser rein gefunden. Bronze war mein Ziel, das habe ich geschafft", sagte die bereits für Peking nominierte Wattenscheidern.

Eine Überraschung war der dritte Rang von Birte Bultmann über 5000 Meter. 16.37,77 Minuten hatte die Wattenscheiderin benötigt, aber die Zeit war für sie nur zweitrangig: "Ich bin sehr zufrieden, noch Anfang Juni konnte ich aufgrund eines Fersensporns nicht laufen. Eigentlich hatten wir die Saison schon abgebrochen."

Über 100 Meter gab es zwei vierte Plätze: Alexander Kosenkow und Ronny Ostwald teilten sich mit 10,33 Sekunden diesen Rang. Ostwald war nicht unzufrieden: "Das ist in Ordnung, es ist eine Saisonbestmarke." Alexander Kosenkow: "Mit der Zeit kann ich leben. Aber zufrieden bin ich nicht. Ich bin der Titelverteidiger." Sebastian Ernst hatte den Finaleinzug mit 10,50 Sekunden im Vorlauf knapp verpasst.