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Bis 9. September ist Fastenzeit

Bosnisches Kulturzentrum

Am Mittwoch war der erste Tag des Ramadan, dem Fastenmonat im Islam. Das verändert auch das Leben in der Gemeinde des Bosnischen Kulturzentrums e.V. an der Breite Straße.

WITTEN

von Von Karin von Cieminski

, 11.08.2010

Das Fasten ist eine der fünf Säulen des muslimischen Glaubens. Jeder Gläubige sollte sich daran halten, sobald er das Reifestadium erreicht hat. Das ist Ermessenssache. Es gibt natürlich Ausnahmen beim Fasten: Kranke, Schwangere oder schwer Arbeitende. Armin Suceska (Foto) vom Gemeindevorstand fastet auch: „Ich habe angefangen als ich zehn oder zwölf war. Kinder wollen es ihren Eltern nachmachen.“

Zum Einstieg fasten Kinder nicht streng nach Regeln. Die besagen, dass der Gläubige tagsüber bis zur Dämmerung, die am Mittwoch um 21.08 Uhr war, auf Essen, Getränke, Rauchen und Geschlechtsverkehr verzichten sollte. „Er soll in sich gehen. Das stärkt Gottesbewusstsein, Wertschätzung und Almosenbereitschaft. “ Bis zum Fastenende am 9. September sollten die Gläubigen versuchen, den Koran durchzulesen, sagt der Imam der Gemeinde, Ruvejd Jahic. Fünf Mal am Tag beten die Gläubigen, viele kommen zum Abendgebet, das am Mittwoch um 22.50 Uhr war, in die Moschee. Vorher haben alle gegessen.

Traditionell gibt es zuerst Datteln und Wasser. Das Essen kann ganz schön üppig ausfallen, wenn sich die Familien gegenseitig besuchen. „Mancher Magen wird beim fasten kleiner und schafft später kaum noch etwas. Andere schaffen es sogar, im Ramadan zuzunehmen“, erzählt Armin Suceska. Er ist am Mittwoch um 3.30 Uhr aufgestanden um noch schnell eine Mahlzeit zu nehmen. Nach der Arbeit hat er sich ausgeruht um das Fasten besser zu überstehen. „Hunger und Durst habe ich nicht gespürt, habe dafür Kopfschmerzen bekommen. Nach einer Woche hat sich der Körper gut umgestellt.“