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In Oberhausen

Blues, Rock und Italo-Hits mit Zucchero

OBERHAUSEN Irgendwie kann er alles und macht er alles: Ob Blues, Rock oder Gospel - Italienisch, Englisch oder Spanisch. Zucchero hat sein Publikum in Oberhausen am Montag mal mit ruhigen und rauen Klängen und dann wiederum mit rhythmischen Songs begeistert.

Blues, Rock und Italo-Hits mit Zucchero

Zucchero hat in Oberhausen mit Blues, Rock und Party-Hits begeistert.

"In Blues we trust - full flavour blended" lautet das Credo von Adelmo Fornaciari, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Zucchero. Seit seinem jüngsten Album "Black Cat", ein Slang-Ausdruck für schwarze Musiker, denen er stimmlich und seelisch eng verbunden ist, hat der 61-jährige Sänger, Musiker und Komponist, der erfolgreichste italienische Pop-Star weltweit, wieder zu seinen alten Blues-Wurzeln zurückgefunden.

Zwischenzeitlich hatte er sich einige Jahre in Deutschland rar gemacht und statt dessen mit "La sesión cubana" den lang gehegten Traum, Latino-Klassiker auf Kuba mit dortigen Musikern neu einzuspielen, wahr werden lassen. In der Oberhausener König-Pilsener Arena riss er mit seiner urwüchsigen Mischung aus Rock, Blues  Soul und Gospel seine mehr als 5000 begeistert mitgehenden Fans immer wieder von ihren Plätzen.

Er kann düster und detailreich

Mit "Partigiano reggiano" legt er temperamentvoll los, seine 13-köpfige Band, mit mehreren Gitarren, darunter auch Pedal Steel, drei Bläsern, Keyboard, Orgel, Geige sowie einem Schlagzeuger sowie einer Schlagzeugerin stärkt ihm musikalisch den Rücken. Nein, hier wird der Blues nicht Opfer barocker Opulenz, Zucchero erweist sich allerdings als ein Musiker, dem Details wichtig sind.

"Ti voglio sposare" rockt als wolle sich "Sugar" ein Rennen mit Bruce Springsteen liefern. Bei dem düsteren "Ten More Days", bei dem er singt wie ein Voodoo-Priester, und "Hey Lord", einem Working Blues, der später zum Gospelduett mutiert, sowie später noch bei "Love Again" wechselt er problemlos ins Englische.

Am Ende wird mitgeklatscht

Doch auch im eher romantisch ins Ohr gehenden Italienisch schafft er es, die Gefühlswelt des Blues aus vergeblichem Liebeswerben, zerbrochenen Liebesbeziehungen sowie Niedergeschlagenheit wegen zuwenig Geld oder zuviel Alkohol authentisch in Klänge zu fassen. Dreh- und Angelpunkt ist und bleibt jedoch seine raue Stimme, wegen der er schon vielfach mit Joe Cocker, zumal auch er gerne Luftgitarre spielt, verglichen wurde.

"Stand up and dance - vamos" fordert Zucchero zu Beginn des zweiten Konzertteils auf. Zu "Baila - Sexy Thing" ist dann zumindest rhythmisches Mitklatschen angesagt. Die Stimmung steuert auf den ersten Höhepunkt zu und wo sie am besten ist weiß der umjubelte Zucchero natürlich auch: "Under the luna". Der Blues ist vergessen, fortan sorgen seine Italo-Hits für Partylaune in der Rock-Disco.

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