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Blutiges Ende eines Geiseldramas in Lissabon

Lissabon (dpa) Ein Geiseldrama hat in Lissabon nach neun Stunden ein blutiges Ende genommen. Scharfschützen der portugiesischen Polizei erschossen in der Nacht zum Freitag einen Geiselnehmer, der zusammen mit einem Komplizen in einer Bank sechs Menschen in seine Gewalt gebracht hatte.

Blutiges Ende eines Geiseldramas in Lissabon

Der Bankräuber (mit Sonnenbrille) und seine Geiseln vor der Bankfiliale in Lissabon.

Der andere Gangster wurde von Schüssen der Beamten schwer verletzt. Die Geiseln überstanden das Drama weitgehend unbeschadet. Nur eine von ihnen erlitt leichte Verletzungen.

Ein Millionenpublikum erlebte die dramatische Befreiungsaktion live im Fernsehen mit. Die offensichtlich unerfahrenen Gangster hatten sich nach Medienberichten für ihren Überfall ausgerechnet eine Bankfiliale ausgesucht, die kaum mit Bargeld arbeitet. Als die aus Brasilien stammenden Räuber bei dem Überfall ohne Beute zu bleiben drohten, nahmen sie sechs Bankangestellte und Kunden als Geiseln.

Die Sicherheitskräfte umstellten die - in der Nähe des Gefängnisses gelegene - Bank. Sie sperrten die Umgebung ab und ordneten die Schließung umliegender Geschäfte an. Ein Sondereinsatzkommando bezog Position. Die Polizei nahm Verhandlungen mit den Geiselnehmern auf und erreichte, dass vier Geiseln freigelassen wurden.

Vor Mitternacht verließen die Bankräuber mit den zwei verbliebenen Geiseln das Geldinstitut. Dabei bedrohten sie ihre Gefangenen, die Filialleiterin und einen Bankangestellten, mit Pistolen. Die Scharfschützen der Polizei eröffneten daraufhin das Feuer. Einer der Geiselnehmer war auf der Stelle tot, der zweite brach schwer verletzt zusammen. Die Geiseln flüchteten, und die Polizei stürmte die Bank. Weshalb die Beamten sich dazu entschlossen, zur Befreiung der Geiseln das Feuer zu eröffnen, war zunächst nicht bekannt.

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