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DNA führt zu neuen Hinweisen

Bocholter Kidnapper nach neun Jahren gefasst

Bocholt Eine Horrorszenario für jeden Familienvater: Man kommt nach Hause und die Frau und die beiden Kinder wurden von Räubern gekidnappt. Im März 2007 passierte einer Familie genau das. Nach neun Jahren wurden nun zwei tatverdächtige Männer festgenommen - dank moderner Kriminaltechnik.

Der Distelweg in Bocholt am 23. März 2007, gegen 20.50 Uhr: Eine Ehefrau und Mutter öffnet die Tür zu ihrem Garten, schon kommen ihr drei unbekannte Männer entgegen. Laut Polizei haben die Täter die Frau zu Boden geworfen und festgehalten und drangen dann in das Haus der Familie ein. Sie sollen dann die Frau erpresst haben, Sparbücher und EC-Karte inklusive PIN-Nummer herauszugeben.

Anschließend fesselten und knebelten die Täter die Frau und ihre beiden Kinder und schlossen sie im Badezimmer ein. Die Unbekannten warteten bis der Ehemann der Frau etwa eine Stunde später heimkehrte und raubten sein Bargeld. Die Opfer des Raubes erlitten keine ernsthaften Verletzungen, standen jedoch nach der Tat unter massivem Schock.

DNA-Spuren liefern Ermittlern neue Hinweise

Eine eigens eingerichtete Kommission blieb erfolglos. Es wurden jedoch damals am Tatort DNA-Spuren gesichert. Nun gibt es Ermittlungsergebnisse: Durch ein anderes Delikt soll es einen Treffer bei der DNA-Analyse in Verbindung mit der Tat im Jahr 2007 gegeben haben. "Das ist ein Standard-Vorgehen: DNA-Proben werden bei der erkennungsdienstlichen Behandlung aufgenommen und mit unserer Datenbank abgeglichen. Wenn es einen Treffer im Zusammenhang mit einer anderen Tat gibt, haben wir für diese einen Verdächtigen", so Frank Rentmeister von der Kreispolizeibehörde Borken. Der Tatverdacht fiel auf einen 36-Jährigen und einen 27-Jährigen aus Kleve. Der Richter erließ Durchsuchungsbeschlüsse der Wohnungen der beiden Tatverdächtigen. Bei dem 36-Jährigen wurde eine größere Summe Bargeld gefunden sowie eine Waffe, die aber nicht im Zusammenhang mit der Tat stehen soll.

Untersuchungshaft angeordnet, 27-Jähriger frei gelassen

Der 27-Jährige gestand die Tat, der 36 Jährige erst, als er dem Haftrichter vorgeführt wurde. Gegen ihn wurde Untersuchungshaft angeordnet, der 27-Jährige wurde durch die Staatsanwaltschaft wieder entlassen, da er zur Tatzeit noch minderjährig war und sich von Anfang an kooperativ gezeigt hat.

Bei den Ermittlungen fiel der Verdacht außerdem auf einen heute 26-jährigen Erkrather und zwei weiteren Klevern, heute 26 und 29 Jahre alt. Die Ermittlungen dauern an. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, ist eine Freiheitsstrafe laut Angaben der Polizei wahrscheinlich.

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