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Bochum als Durchgangs-Station

BOCHUM Am 18. Mai 2008 wird es die fünfte Auflage des Ruhr-Karstadt-Marathons geben. Die Langstreckenveranstaltung wird wie in den Jahren zuvor mit zwei Startorten (Oberhausen und Dortmund) und Essen als Zielort durchgeführt. Für den Halbmarathon ist Herne als Zielort auserkoren. Bochum wird - wie bisher - durchlaufen.

Bochum als Durchgangs-Station

<p>Auf lautstarke Anfeuerung in Bochum können die Läufer auch im Jahr 2008 setzen.</p>

Die Veranstalter haben den Lauf völlig umorganisiert und wollen mehr heimische Starter als bisher sehen. So hat man den Einkauf von internationalen Assen von 20 auf zwölf reduziert und das freiwerdende Geld wird als Prämien ausgeschüttet.

Zwölf Wertungsläufe wird es geben und 144 Altersklassensieger. Da gibt es Präsente und Wertgutscheine und wer seine gute Leistung noch mit Streckenrekord ziert, der bekommt 100 Euro als Karstadt-Einkaufsgutschein oben drauf. Alle drei Erstplatzierten jeder Klasse werden in den Karstadt-Häusern auf einer Wand auch optisch dargestellt.

4 000 Anmeldungen liegen bereits vor und es sollen wieder über 20 000 werden. Um all das zu bewältigen sind 6 000 Helfer, 1 500 THW-Mitarbeiter (pro Tag/Kopf 90 Euro), 200 Rot-Kreuz-Helfer, 70 Ärzte und 400 Dienstleister erforderlich.

Bis 2010 sicher

Schlossen die Veranstalter den letzten Lauf mit einem Minus ab, so setzt man jetzt auf ein ausgeglichenes Budget. Das ist wichtig, so Volker Ebener vom Veranstalter Idko, denn die Marathonserie ist bis 2010 gesichert: "Dann ist das Ruhrgebiet Weltkulturhauptstadt und bis dahin sollen sich auch alle Städte an den Kosten beteiligt haben. Einige Städte zieren sich noch, weil sie nur Durchgangsstationen sind."

Blutspende

NRW-Innenminister Dr. Ingo Wolf hat die Schirmherrschaft übernommen und erstmals wird das Rote Kreuz am Rande der Strecke aktiv. Frisches Läuferblut passt ins Konzept und Dr. Thomas Zeiler, Direktor des Zentrums Transfusionsmedizin in Breitscheid: "Direkt nach dem Ziel nicht, aber in der Vorbereitung schon. Bei den Läufern hat man die Gewissheit, dass sie sich gesund verhalten. Aber wir wollen auch die eine Million Zuschauer aktivieren, dass sie sich kurz Zeit nehmen und einen unserer Busse aufsuchen und spenden." Im Stillen hofft man auch auf einen neuen Weltrekord. So steht der alte aus dem Jahr 2003, als 4 000 Spender in die Dortmunder Westfalenhalle kamen. Der Direktor: "Das gespendete Blut reichte für einen Tag als NRW-Bedarf."

Ein Selbstläufer

Bochums Sportamtsleiter Klaus Retsch findet diese Aktion gut und hofft, dass die Organisatoren für den Blutspende-Bus die richtige Stelle finden. In die Planung selbst ist das Sportamt noch nicht einbezogen. Retsch: "Eigentlich ein Selbstläufer. Der Veranstalter nimmt direkt mit unserem Ordnungs- oder Verkehrsamt Kontakt auf. Wir werden im Schlussspurt dabei sein, wenn es um die Verpflegungsstände geht."

Wie in den Jahren zuvor, werden die Läufer aus Dortmund kommend in Langendreer das Bochumer Gebiet betreten, dann weiter zur Innenstadt und über die Herner Straße nach Herne weiterlaufen. Klaus Retsch ist sich sicher, dass "es an unserer Strecke wieder eine Volksfeststimmung geben wird."

Nicht nur das. Eine Untersuchung hat ergeben, daß die Marathon-Besucher rund 25 Millionen Euro an der Strecke ausgeben und bei einer Nettowertschöpfung sind das 284 Arbeitsplätze.

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