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Bochum "blau" erleben

BOCHUM „Wir haben kein Fürstenhaus, aber eine Geschichte, geprägt von Menschen und Arbeit.“ Herbert Schmitz vom städtischen Presseamt kennt Bochum wie seine Westentasche. Und möchte, dass es Hiesigen und Gästen mit der "blauen Linie" auch so geht.

von Von Sabine Strohmann

, 29.10.2007
Bochum "blau" erleben

Stadtrundgang über den Husemannnplatz zwischen Viktoriastraße (links) und Kortumstraße (rechts). Foto: Michael Grosler

Früher hat Herbert Schmitz Stadtführer ausgebildet, heute schleust er immer noch jeden neuen Mitarbeiter in der Öffentlichkeitsarbeit durch seine Heimatstadt. Über die er schnell ins Schwärmen gerät: Allem voran hat es ihm die Dorfkirche Stiepel mit den alten, neu aufgestellten Grabsteinen angetan. „Wenn man dort hergeht und die Orgel spielt, das ist umwerfend“, schwärmt Schmitz von der englischen Idylle in Bochum.

Historische Pilgerkapelle

2000 Stück gibt es von der Erstauflage dieses Leitfadens zur Erkundung Bochums – mit Auto, dem Rad oder zu Fuß. Immer entlang der blauen Linie, die zu 25 Sehenswürdigkeiten führt. Und davon hat Bochum jede Menge zu bieten. „Die historische Pilgerkapelle St. Bartholomäus am Wattenscheider Hellweg, den legendären Orientexpress im Eisenbahnmuseum, den Kuhhirten an der alten Stadtmauer,“ nennt Schmitz nur einige Zeugen Bochumer Geschichte. Der auch harte Arbeit ein Gesicht gab. Vor allem seit 1850 mit der Gründung des Bochumer Vereins. Er errichtete für die Kunstausstellung 1902 in Düsseldorf die Jahrhunderthalle wie eine „Kathedrale“ – in der Größe auf Augenhöhe mit Notre Dame in Paris.

Neuauflage im Frühjahr 2008

Geschichten und Anekdoten erzählt der neue Reiseführer, der Hiesige und Fremde auf eine spannende Entdeckungsreise schickt. Das schmale Heft im Taschenformat hat stolze 117 Seiten und ist anschaulich bebildert. Kleine Karten ersetzen nicht den Stadtplan, den man am besten mit zur Hand nimmt, empfiehlt der Stadtkundige. Auf die Idee zu diesem Führer, der die einzelnen Flyer zur Blauen Linie ergänzt, haben ihn die vielen Nachfragen zu Führungen gebracht. Im Frühjahr 2008 ist rechtzeitig zur neuen Tourismussaison schon die Neuauflage geplant. „Dann wird auch die Synagoge aufgenommen werden“, legt Schmitz Wert auf die kontinuierliche Aktualisierung.

Der Reiseführer ist im Infozentrum für 3 Euro zu bekommen. In Kürze wird er auch auf der Internetseite der Stadt Bochum als PDF-Datei runter zu laden sein.