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Bochum erhält Musikzentrum / Land gibt sieben Millionen zu den privaten Spenden dazu

ViktoriaQuartier

Die Stadt erhält ein Musikzentrum als offenen Veranstaltungs- und Aktionsort. Dafür haben private Spender insgesamt 14,3 Millionen Euro zusammengebracht. Das Land ergänzt die private Initiative mit 7 Millionen Euro.

BOCHUM

von Benedikt Reichel

, 28.12.2010
Bochum erhält Musikzentrum / Land gibt sieben Millionen zu den privaten Spenden dazu

Dienstag, 11.30 Uhr: Die Landesministerien für Bauen und Kultur bestätigen der Stadt Bochum eine Finanzspritze. Sieben Millionen Euro für ein Musikzentrum, in dem auch die Symphoniker ihren Platz finden sollen. Die Pläne für Konzerthaus und Marienkirche können in den Archiven im Rathauskeller verstaut werden. Das über Jahre geprägte Denken von zwei Häusern, die nebeneinander harmonieren, ist hinfällig. Der neue Grundsatz: Ein Bau für alle, der die Marienkirche als Landmarke integriert. Dafür stehen 33,3 Millionen Euro zur Verfügung - zu dem die Stadt, bis auf ihre bereits verplanten 2,4 Millionen Euro für den Umbau der Marienkirche, keinen Cent beisteuern muss. Drei Gespräche im Dezember „Es war ein langer Weg dahin“, sagt Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz, die es kaum glauben mag, dass es doch noch gelingen soll, ein Heim für die Symphoniker zu errichten. Die Zielgerade markieren drei Gespräche im Dezember in Düsseldorf. Stadtbaurat Ernst Kratzsch und Kulturdezernent Michael Townsend sind dabei, die Landesminister für Kultur und Bauen und der künstlerische Leiter des Kulturhauptstadtjahres, Dieter Gorny, sitzen am Tisch. Daneben die Bochumer Landtagsabgeordneten. Diese gemeinsamen Gespräche haben für dessen Initiator, den Abgeordneten Thomas Eiskirch (SPD), den Knoten platzen lassen. „Wir wollten kein Geld für eine weitere Spielstätte, sondern für ein Konzept, das es rechts und links von Bochum noch nicht gibt“, erklärt Eiskirch.Kulturelle Bildung Dieses Konzept integriert neben den Symphonikern auch die kulturelle Bildung, die Musikschule und die Kammermusik in einem Haus. „Es wird nicht nur einen Aufführungssaal geben“, so Eiskirch. „Das ist für mich wie Weihnachten und Ostern gleichzeitig“, erklärte Michael Townsend. Und auch Steven Sloane, der von dieser Entwicklung völlig überrascht wurde, zeigte sich begeistert: „Das ist eine Punktlandung, ganz im Sinne dessen, was ich mir immer gewünscht habe.“Wettbewerb für Umsetzung Wie die Kammermusik von Jan Thürmer in das Musikzentrum eingebunden werden kann, muss noch geklärt werden. Für die architektonische Umsetzung soll Anfang 2011 ein Wettbewerb ausgeschrieben werden. Das erste Konzert wollen die Symphoniker Silvester 2013 in ihrem neuen Heim geben. Der Bau des Musikzentrums ist eng an die Übernahme der Jahrhunderthalle durch die Stadt Bochum gekoppelt. Stadtbaurat Ernst Kratzsch ist zuversichtlich, dass er die Verhandlungen darüber bis zum Sommer abschließen kann. Vor allem von den Linken gab es daher Kritik am Förderbescheid. Sie beziffern die Folgekosten der Übernahmen auf 2,3 Millionen Euro jährlich.

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