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Bochum ist gut aufgestellt

BOCHUM Der Wuppertaler Prof. Dr. Horst Hübner erhielt den Auftrag, eine Studie über "Sporttreiben in Bochum" anzufertigen. In Herne, Münster, Bottrop und Mülheim war er bereits aktiv. Jetzt gab es einen Zwischenbericht.

10 500 Bochumer erhielten einen vierseitigen Fragebogen und 3 607 schickten ihn ausgefüllt zurück. Prof. Dr. Horst Hübner spricht bei seiner Bilanz vor den Mitgliedern des Ausschusses für Sport und Freizeit von einem guten Ergebnis. Ausschuss-Vorsitzender Wolfgang Horneck: "Auf Sicht haben wir nun ein Instrumentarium in der Hand, um unsere Planungen im Sportstättenbau und anderen Aktivitäten plangerecht steuern zu können." Ziel ist ein Sportstättenatlas als Nachschlagewerk.

Bei der Frage zum Sportverhalten beurteilen sich drei Viertel der Befragten als sport- oder bewegungsaktiv, 23 Prozent sind nicht aktiv. Wettkampforientiert ausgerichtet sind 75 Prozent der Männer und 86 Prozent der Frauen.

Hitliste der Sportarten

Bei der Sportarten-Hitliste wurden zwei Werte gekoppelt: Freizeit und Verein. Die Rangfolge: 1. Radsport, 2. Schwimmen, 3. Gymnastik, 4. Joggen, 5. Spazieren gehen, 6. Wandern, 7. Fußball, 8. Rollsport, 9. Kraftsport, 10. Tennis, 11. Tanzen, 12. Badminton, 13. Volleyball, 14. asiatischer Kampfsport, 15. Reiten, 16. Basketball, 17. Turnen, 18. Yoga, 19. Tischtennis, 20. Wassersport.

Privater Rahmen

Zwei Drittel der Sporttreibenden organisieren sich im privaten Rahmen, 14 Prozent üben Sport im Verein aus, weitere 10 Prozent nutzen gewerbliche Anbieter.

Bei der Sportstätten-Beurteilung nennt jeder dritte Bochumer die Note gut oder sehr gut. Bei der Qualität sind es 55 Prozent, die gute Noten vergeben. Überraschend gut kommen die Sporthallen weg.

Hygiene-Mängel

Kaum Schwankungen gibt es im zeitlichen Rahmen bei der Sommer- oder Winter-Nutzung. Bei der Winter-Nutzung der Sportplätze gibt er aber eine vermehrt negative Stimmung. Frei- und Hallenbäder erhalten gute Noten und die jeweilige Entfernung zur Sportstätte bezeichen 73 Prozent der Befragten als gut. Aber nur die Hälfte beurteilt die Sauberkeit und Hygiene mit gut.

Drei Viertel der Sporttreibenden bleiben Bochum treu. Hoch ist der Anteil der "Auspendler" im Reiten und Rollsport, wo fast die Hälfte in anderen Städten Möglichkeiten sucht. Gewandert wird vor allem im Schwimmen. 10 000 Bochumer suchen sich dabei ihre Sportumgebung auswärts aus. Allein 5 000 gehen nach Herne. Aber auch 7 000 Schwimmer kommen aus Herne nach Bochum. Bei den Hallenbäder liegt Heveney ganz vorne, gefolgt vom Uni-Bad in Querenburg und dem Lago in Herne.

Schnupperkurse

Fast jeder vierte Bochumer würde gerne mal einen Schnupperkurs in einer anderen Sportart besuchen. An erster Stelle liegt dabei das Gymnastiktraining gefolgt von asiatischer Kampfkunst, Schwimmen und Tanzen. Die Frauen zeigen sich hierbei interessierter und die Frau um die 40 Jahre bevorzugt Yoga, Schwimmen, Walking. Der Mann um die 43 Jahre möchte Golf spielen, gefolgt von Tennis. jk

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