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Bochum ist mit neuer App und Twitter im Netz aktiv

Stadt im Social Web

Mit einer neuen App zu den Stolpersteinen will die Stadtverwaltung der stetigen Digitalisierung Rechnung tragen. Auch der vor einem Jahr gestartete Twitter-Account wird weiter fortgeführt. Doch wegen der angespannten Haushaltslage geschieht der Ausbau in Sachen sozialer Netzwerke nur schleppend.

BOCHUM

, 28.11.2014
Bochum ist mit neuer App und Twitter im Netz aktiv

179 Stolpersteine gibt es derzeit in Bochum - wie diesen für den ehemaligen Bürgermeister Dr. Ruer vor dem Rathaus. Eine App informiert nun über das Schicksal der Menschen hinter den Steinen.

179 Stolpersteine sind seit 2004 in Bochum verlegt worden. Mit den in das Straßenpflaster eingelassenen Steinen wird der jüdischen Mitbürger gedacht, die während der Herrschaft der Nationalsozialisten vertrieben oder verschleppt und ermordet wurden. Doch die Steine enthalten nur wenige Eckdaten zum Leben und Schicksal der Menschen. Deshalb hat Stadtarchivar Andreas Halwer weitergehende Informationen gesammelt, die bereits seit einigen Jahren auf der offiziellen Homepage der Stadt Bochum zu finden sind.

Neu ist nun, dass sich diese Informationen auch über eine eigene App abrufen lassen. Wer sich „Stolpersteine Bochum“ auf seinem Smartphone installiert, kann nun über die Umgebungs-, Namens- und Straßensuche nach den Stolpersteinen und den dahinter steckenden Schicksalen forschen. „Vergleichbare Apps gibt es nur in Hamburg, München, Berlin und Köln“, so Ralph Leitmann vom Presse- und Informationsamt. Auch mit dem Einsatz des sozialen Netzwerkes Twitter nimmt Bochum eine Vorreiterrolle im Ruhrgebiet ein. Zwar wird der Dienst auch von Nachbarstädten wie Essen genutzt, doch längst nicht jede Stadt im Ruhrgebiet ist auf der Plattform Twitter aktiv. „Wir haben das während der Wahl und während des Pfingstunwetters sehr intensiv genutzt“, sagt Leitmann, der den Vorteil vor allem in der schnellen Reaktionszeit sieht. „Wir haben am Tag nach dem Sturm rund 50 Tweets abgesetzt. Das kam äußerst gut an“, sagt er.

Deshalb werde man Twitter auch in Zukunft weiter nutzen. Eine Absage erteilte Leitmann jedoch den Plänen für einen Facebook-Account der Stadt Bochum: „Bei der derzeitigen Haushaltslage fehlt einfach das Geld für eine entsprechende Stelle.“ Dennoch will sich die Stadt kommunikativer und transparenter geben. Deshalb wurde auf der Homepage ein Verwaltungskalender eingerichtet. Darin finden sich für die jeweils drei folgenden Monate wichtige Termine aus der Verwaltung – wie geänderte Öffnungszeiten bei städtischen Betrieben oder Ämtern. „Damit können die Bürger besser vorausplanen“, so Leitmann.  

Die App für Android- und Apple-Geräte findet sich in den jeweiligen Download-Stores. Die Adressen für den Twitter-Account und den Verwaltungskalender der Stadt:; 

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