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Bochumer Bürger räumen auf dem Waldfriedhof auf

Nach dem Pfingststurm

Nieselregen und niedrigere Temperaturen – das Wetter könnte nicht ungemütlicher sein, um sich draußen aufzuhalten. Doch die freiwilligen Helfer von „Bochum packt an“ stört das nicht. Sie räumen in dieser Woche auf dem Waldfriedhof in Hamme auf – bis alle Spuren des Sturms Ela beseitigt sind.

HAMME

, 30.10.2014
Bochumer Bürger räumen auf dem Waldfriedhof auf

Christiane Herda von "Bochum packt an" bekam Unterstützung von ihren Essener Kollegen Frank Haase, Solveig Becker und Markus Pajonk.

„Bisher lief es sehr gut“, sagt Christiane Herda. Zusammen mit drei anderen Helfern ist sie in dieser Woche unterwegs auf dem Waldfriedhof in Hamme. Die parkähnliche Anlage wurde von dem Pfingstunwetter schwer in Mitleidenschaft gezogen, die Spuren des Sturms sind deutlich sichtbar.

„Noch gibt es viel zu tun“, sagt Herda. Doch sie ist optimistisch, dass sie und die anderen drei Helfer bis zum Ende der Woche fertig werden. Doch die Gruppe könnte weit mehr schaffen – wenn sich weit mehr Freiwillige finden würden: „Ich wünsche mir schon, dass wir mehr wären“, sagt sie. Vor allem aber wünscht sie sich mehr Verständnis – für die Stadt und für die Arbeit der Freiwilligen. „Weder die Stadt noch wir können alles sofort aufräumen.“

Ein Problem wären auch die Hundebesitzer, die mit ihren Vierbeinern durch die Parks streifen: „Wenn die sich frei bewegen können, kommen die uns oft in die Quere“, so Herda. Wobei das noch die harmlose Variante ist: „Oft werden auch die Hundehaufen nicht weggeräumt.“

Trotzdem will sie weitermachen. Auch, weil sie im Aufräumen eine sinnvolle Tätigkeit für sich gefunden hat: „Ich bin arbeitslos und will nicht den ganzen Tag untätig zuhause sitzen“, sagt sie. Und so greift sich Christiane Herda den nächsten großen Ast und trägt ihn zu einem Haufen. Die werden später von der Stadt Bochum entsorgt. Unterstützung erhält die Gruppe übrigens von den Helfern von „Essen packt an“. Dort sei man mit dem Aufräumen in den Grünanlagen eigentlich weitestgehend fertig, erklärt die Essenerin Solveig Becker: „In Bochum aber ist es noch eine Katastrophe.“

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