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Bochumer Sternwarte empfängt Signale von der Venus

SUNDERN Erstmalig - zumindest in Westeuropa - ist es gelungen, das Echo eines anderen Planeten zu empfangen. Ausgerechnet in Bochum, an der Sternwarte in Sundern. Die sich damit wieder auf der internationalen Bühne der Weltraumbeobachtung zurückmeldet.

27.03.2009

Entsprechend glücklich ist Thilo Elsner, Direktor der Sternwarte: "Damit wurde die Modernisierung des aus dem Jahr 1967 stammenden 'Bochumer Fensters zum Weltall' erfolgreich abgeschlossen." Über viele Jahre galt die Sternwarte als veraltet, die Antenne zu klein. Doch Thilo Elsner und sein Team ließen nie locker. Die Sternwarte sollte kein Denkmal Bochumer Geschichte sein, sondern aktiv an der internationalen Raumfahrt teilhaben. Das Echo, welches letztlich nur als Rauschen aus den Boxen und flackerndes Wasserfalldiagramm auf den Bildschirmen von der Venus zurück kam, ist für die Forscher eine Sensation. Punktgenau musste die 20-Meter-Parabolantenne der Sternwarte ausgerichtet sein, um dieses Echo zu empfangen. Dabei war dieser Versuch nur ein Testlauf.Kontrollstation

Für die Mitglieder von AMSAT-DL, einem deutschlandweiten Zusammenschluss von Ingenieuren, Technikern, Wissenschaftlern, Funkamateuren und Raumfahrtenthusiasten, soll die Bochumer Sternwarte zur Kontrollstation ihrer Mars-Sonde werden. An deren Entwicklung waren auch Thilo Elsner und sein Team maßgeblich beteiligt. Nasa hat um Hilfe gebeten

Zudem hat die Nasa angerufen und um Hilfe gebeten. Die Daten einiger Satelliten der US-amerikanischen Raumfahrtbehörde sollen zukünftig nach Sundern gefunkt, und dort gesammelt und ausgewertet werden. "Die Nasa hat gerade einen Kapazitätsengpass" sagt Thilo Elsner. Also ob so ein Auftrag der normalste der Welt sei.