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Bochumer Symphoniker überzeugten mit Gratis-Konzert

Tradition zum Saisonabschluss

Die Bochumer Symphoniker gaben am Mittwochabend ein kostenloses Konzert am Konrad-Adenauer-Platz. Das Wetter spielte überraschenderweise mit, doch vor allem die drei Zugaben sorgten für einen gelungenen Abend.

BOCHUM

von Von Nathanael Ullmann

, 21.06.2012
Bochumer Symphoniker überzeugten mit Gratis-Konzert

Für den Solisten, Geiger Raphael Christ gab es von den Zuschauern viel Applaus.

Dieses Jahr war Fortuna den Künstlern bei ihrem letzten Konzert gnädig - im Gegensatz zur Vergangenheit : „Die letzten Jahre hat es immer geregnet“, so Britta Freis, Geschäftsführerin der Stiftung Symphonie. An dem Abend standen eingängliche klassische Melodien aus Wien auf dem Programm. Wien, das sei die Stadt, aus der die meisten großen klassischen Komponisten kämen, so erklärte Dirigent Harry Curtis. Für jeden Besucher war das eine oder andere Stück dabei, bei dem er fröhlich mitsummen konnte.

Sei es die Ouvertüre zu „Die Zauberflöte“ oder die zu „Das Land des Lächelns“, „Im Krapfenwald“ von Johann Strauss oder der „Ungarische Tanz“ von Johannes Brahms. Auch für die Bermudadreieck-Besucher, die sonst von Rock und Pop verwöhnt werden, sollte das Konzert ansprechend sein. So zum Beispiel auch für den 25-jährigen Daniel und den 28-jährigen Marius, der sonst eher Metal hört. „Eigentlich sind wir nur Laufpublikum. Aber solche Musik ist manchmal sehr gut zum entspannen“, so die beiden Zuschauer. Offen sein für alle, das ist auch das Konzept des Musikzentrums, das bald an der nahen Marienkirche entstehen soll. „Klassik ist keine Elite“, sagt Britta Freis. Es sei wichtig, die Musiker als Personen, als festen Bestandteil der Bevölkerung zu präsentieren.

Wie eben auch mitten in der regionalen Partymeile. Umgeben von ratternden Zügen, fahrenden Autos und klirrenden Gläsern waren die Künstler ganz nah an ihrem Publikum. Und nahmen die Zuhörer von Jung bis Alt mit in eine Welt, die wohl vielen noch unbekannt ist. Neben der Bühne tanzten die Kinder, kurz vor der Bühne saßen die Kenner klassischer Musik. Und entließen die Musiker erst nach drei Zugaben in den wohlverdienten Feierabend.

Wer das Konzert auf dem Bermudadreieck verpasst hat oder noch ein wenig mehr klassische Musik haben möchte, der kann am Sonntag zwischen 11und 18 Uhr zum Bürgerbrunch an der Marienkirche kommen. Nach der Eröffnung werden einzelne Musiker, Ensembles und Musikschüler inmitten der Besucher ihre Künste zum Besten geben und ins Gespräch kommen. Von 12 bis 14 Uhr steht Generalmusikdirektor Steven Sloane zusammen mit dem Koch Herr B. am Grilltisch und zur gleichen Zeit schenkt Hugo Fiege aus.