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Bochumer bedrohte 44-Jährigen mit Schusswaffe

Vorfall in Dortmund

Ein 19-jähriger Bochumer bedrohte am Donnerstagnachmittag im Dortmunder Hauptbahnhof einen 44-jährigen Mann mit einer Schusswaffe. Beamte der Bundespolizei nahmen den Mann noch auf dem Bahnhofsvorplatz fest.

DORTMUND/BOCHUM

15.06.2012

Mitarbeiter der Bahnhofsmission hatten die Bundespolizei darüber in Kenntnis gesetzt, dass eine Person einem Besucher der Bahnhofsmission, aus bisher unbekannten Gründen, eine Pistole an den Kopf gehalten hat. Der 19-Jährige habe den anderen Mann mit den Worten "Ich bringe dich um" bedroht.

Noch während der Benachrichtigung der Bundespolizei flüchtete der Täter aus der Bahnhofsmission. Auf Grund der detaillierten Zeugenaussagen konnte eine Streife der Bundespolizei den Mann noch auf dem Bahnhofsvorplatz überwältigen. Die Tatwaffe wurde im Hosenbund des Mannes aufgefunden und sichergestellt. Ermittlungen ergaben, dass der bereits mehrfach polizeilich in Erscheinung getretene Bochumer noch vor Eintreffen der Bundespolizei versucht hatte, die Waffe einem 14-jährigen Mädchen zu übergeben. Diese sollte für ihn die Waffe verstecken. Das Mädchen weigerte sich jedoch und vertraute sich später den Beamten an.

Bei der sichergestellten Waffe handelte es sich um eine täuschend echt aussehende Softairwaffe. Zum Führen einer Softairwaffe in der Öffentlichkeit benötigt man eine Berechtigung, die der 19-Jährige nicht vorlegen konnte. Der Bochumer wurde anschließend dem Polizeigewahrsam Dortmund überstellt. Dort wird er einem Haftrichter vorgeführt. Die weiteren Ermittlungen hat die Kriminalpolizei Dortmund übernommen. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung und Führens einer Anscheinswaffe in der Öffentlichkeit ein.