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Bochumer kämpfen für die Currywurst

McDonalds-Fake

Seit dem 14. Februar testet McDonalds in Deutschland die neue McCurrywurst und sorgt damit für große Empörung. Die Bochumer Initiative "Save the Currywurst" hat jetzt einen Widerstand gegen die Einheitswurst gestartet. Unterstützung kommt von überall, auch außerhalb Deutschlands.

BOCHUM

, 13.03.2013
Bochumer kämpfen für die Currywurst

Jan Bergmann, Christian Sujata und Christian Barth (v.l.) kämpfen für die klassische Currywurst.

Sie hatten es zunächst für einen Gag gehalten. Doch als den Mitarbeitern der Querenburger Agentur 12Quadrat klar wurde, dass der amerikanische Fastfood-Riese Ernst macht, wussten sie, dass sie handeln müssen. „Die kleinen Imbissbuden laufen Gefahr, ihre Existenz zu verlieren“, begründet Christian Sujata sein Engagement. Die Currywurst sei „verteidigungswürdig“. Bei dieser Verteidigung erhielten die Bochumer bislang zahlreiche Unterstützung aus der Gastronomie und den Medien. Ein Prominenter hatte sich jedoch noch nicht zu der Initiative bekannt. „Vielleicht haben manche Angst, dass ihnen ein Werbevertrag entgeht“, sagt Sujata und lacht. Dabei betont er, dass die gesamte Aktion natürlich nicht nur ein erbitterter Kampf, sondern vor allem auch Spaß sei. 12Quadrat-Mitarbeiter Jan Bergmann nannte das Engagement „rein idealistisch“. Kapital schlägt die Agentur nicht daraus, die „Rettungsaktion“ betreiben sie neben ihrer eigentlichen Arbeit. Man wolle „Flagge zeigen“, sagte Mitarbeiter Christian Barth.Unterstützer aus Südkorea und den USA Trotzdem haben er und seine Mitstreiter ein klares Ziel: Die McCurrywurst soll die noch bis zum 28. März laufende Testphase nicht überstehen. Neben der möglichen Konkurrenz für Imbissbuden kritisieren sie vor allem die realitätsferne Darstellung des Produkts in der Werbung – und den stolzen Preis (2,99 Euro). Auf ihrer Facebook-Seite fordern die Querenburger dazu auf, sich mit einem Foto zur „ehrlichen und echten“ Currywurst zu bekennen. Zuspruch kam bereits aus Hessen, dem Rheinland, Hamburg, aus Berlin und natürlich dem Ruhrgebiet. Die Frage, wo die Currywurst denn nun erfunden wurde, ist so alt, wie das Gericht selbst. Doch egal, ob geschnitten oder am Stück – in diesem Fall stehen die Imbissfreunde Seite an Seite. Zur Zeit sind es über 3500. Auch im Ausland haben die drei schon auf sich aufmerksam machen können. Unterstützer finden sich zum Beispiel in den USA, Südafrika und Südkorea. Umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass die McCurrywurst zur Zeit ausschließlich in Deutschland erhältlich ist.Selbstversuch steht noch aus Selbst probiert haben die Aktivisten das Produkt noch nicht. „Das haben wir uns für den Schluss aufgehoben“, so Sujata. Wenn es ihnen entgegen der Schilderungen von „ekelig“ bis „kulinarisch banausig“ schmecken sollte, so werde man das auch zugeben. In den nächsten Tagen sei die Verkostung geplant. Ob es den Kämpfern schmecken wird, bleibt abzuwarten.  

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