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Bochumer unzufrieden mit ihrer Stadt

Viel Unmut

Bochums Bürger sind sauer – viele jedenfalls. Wir haben sie in der Innenstadt angesprochen und gefragt: „Was wünschen Sie sich 2013 von der Stadt?“ Das Spektrum der Wünsche ist breit.

Bochum

von Von Carolina Meinert

, 20.12.2012

Junge Eltern wie Justin und Annette Albers wünschen sich vor allem mehr Plätze in der Kinderbetreuung. Auch eine bessere Sanierung der Straßen ist für sie ein Kritikpunkt. Besonders häufig aber machten die Menschen ihrem Unmut Luft – über Stadtwerke, Sparkasse und Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz.

 „Die Stadt macht sich lächerlich“, fasst eine Seniorin zusammen. Was sie meint sind nicht nur die Affären um den Atrium-Talk. Auch die „Mauscheleien“ um das Musikzentrum stören sie gewaltig. Dass die Stadt Kosten und Folgekosten für den Bau wird stemmen können, glaubt sie nicht. Stattdessen sieht sie Bibliotheken und Hallenbäder in Gefahr, die den dann nötigen Einsparungen zum Opfer fallen würden. Dass die Bürger politikverdrossen würden, darüber dürfe man sich in Bochum nicht wundern.  Kritik bezüglich der Stadtwerke übt auch Dani Rösner. „Ich würde mir wünschen, dass die Stadt schneller ehrlich ist, damit unsere Stadt nicht immer so negativ in den Schlagzeilen ist“, sagt die junge Mutter. Außerdem hätte sie gern, dass das Stadtbad wieder aufmacht, schließlich stünde das Gebäude am Boulevard derzeit ungenutzt leer. Damit steht sie nicht allein und überhaupt scheint dieser Stadtbereich ein Streitthema zu sein.

„Was nützt mir ein Boulevard, der leer ist?“, fragt eine ältere Dame. Früher hätte es dort noch einen richtigen Weihnachtsmarkt gegeben, jetzt nicht mehr. Dort ansässige Händler würden ausgeschlossen, Passanten seien kaum unterwegs. „Das ärgert mich schon seit Jahren“, sagt sie. Bochum sei trostlos geworden und unattraktiv – auch, weil es kaum noch Blumen gebe in der Stadt, die das Stadtbild schöner machen. Ulla Sauer findet das nicht. Die Wittenerin kommt gern und häufig zum Einkaufen in ihre „Lieblingsbesuchsstadt“ Bochum. „Das soll so bleiben“, sagt sie. Bummeln könne man hier gut, auch das neue Parkhaus gefalle genauso wie die Gastronomie.  Spricht man Jürgen Hemmerich dagegen auf seine Heimatstadt an, gerät der Bochumer in Rage. „Ich wünsche mir eine andere Stadtverwaltung, inklusive Stadtwerke und Sparkasse und Ottilie Scholz muss weg“, sagt er.

Was wünschen Sie sich von der Stadt für das Jahr 2013.