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Hamm-Gas-Projekt in Herbern

Bohrungen waren wohl nicht so ergiebig wie erhofft

HERBERN Lohnt es sich, in Nordick Erdgas zu fördern? Nach dem Ende der Testphase hat Projektbetreiber Hamm-Gas das zwar noch nicht beantwortet, jedoch ist seitens der Bergaufsicht von einer "nicht sehr ergiebigen Probebohrung" die Rede. Was das für das Projekt bedeutet und wie es weiter geht, erklären wir hier.

Bohrungen waren wohl nicht so ergiebig wie erhofft

Die Testphase auf dem Bohrplatz in Herbern ist beendet. Die Auswertung der Ergebnisse steht noch aus.

Stehen die Ergebnisse der Probebohrung in Herbern fest?

Nein, endgültige Ergebnisse der „Testbesaugung“ an der Probebohrstelle „Herbern 58“ stünden zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest, sagt Andreas Nörthen, Sprecher der Bergaufsicht bei der Bezirksregierung Arnsberg, auf Anfrage unserer Redaktion. Gleichwohl könne er sagen, dass die Probebohrung nach Gas „wohl nicht sehr ergiebig gewesen“ sei. „Das haben unsere Fachingenieure, die die Phase der Testbesaugung intensiv begleitet haben, aus Gesprächen vor Ort erfahren“, sagt Nörthen.

 

Und was sagt Hamm Gas?

Die Verantwortlichen der Hamm Gas Verwaltungsgesellschaft mbH äußern sich vorerst nicht zu den Ergebnissen der Probebohrung. „Die Phase der Auswertung und Analyse ist noch nicht abgeschlossen“, sagt Norman Edelmann von der PR-Agentur vom Hoff in Düsseldorf, die für Hamm Gas die Öffentlichkeitsarbeit übernimmt. „Zum jetzigen Zeitpunkt wäre es verfrüht, eine konkrete Aussage zu machen.“

 

Wann ist mit den Ergebnissen zu rechnen?

„Die Auswertung der Messungen kann einige Zeit in Anspruch nehmen“, so Andreas Nörthen von der Bergaufsicht. Hamm-Gas-Sprecher Norman Edelmann bestätigt: Frühestens Ende des Jahres könne Hamm-Gas die Ergebnisse der ersten Probebohrung vorlegen.

 

 

Findet die zweite geplante Probebohrung auf Hammer Stadtgebiet (Lohauserholz) noch statt?

Ja, sagt Hamm Gas-Sprecher Norman Edelmann. „Wir haben immer gesagt, dass wir zwei Aufsuchungsbohrungen machen wollen. Und das werden wir auch.“ Einen Antrag für die zweite Probebohrung habe man bei der Bezirksregierung bis jetzt aber nicht eingereicht. „Die dafür erforderlichen Unterlagen tragen wir gerade zusammen.“ Voraussichtlich bis zum Jahresende wolle Ham Gas den Antrag stellen.

 

Und wie geht es jetzt mit der Testanlage „Herbern 58“ weiter?

Nach dem vorerst letzten Test am Montag soll die Anlage laut Andreas Nörthen in den nächsten Tagen abgebaut werden. Einen Sonderbetriebsplan zur sicheren Bohrlochverwahrung habe die Hamm-Gas bereits am Freitag bei der Bezirksregierung Arnsberg eingereicht. Das sei ein ganz normaler Vorgang, sagt Norman Edelmann; ein Zwischenschritt, bis man entschieden habe, ob das Unternehmen Betriebspläne für den weiteren Betrieb und den Ausbau der Gewinnung einreicht oder nicht.

 

 

Wie wird das Bohrloch abgesichert?

„Die Rohrleitungen werden sicher verschraubt und drucküberwacht, damit kein Gas austritt“, sagt Andreas Nörthen von der Bergaufsicht. „Über die verschraubte Rohrleitung kommt ein Container.“ Damit wolle man das Bohrloch vor Unbefugten schützen.

 

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