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Bombe löste Riesenwelle aus

Bombe löste Riesenwelle aus

In Höhe des ersten Obergeschosses hängt die Marke an der Mühlenstraße 22.schmitz Foto: Foto: Reinhard Schmitz

Wer aufmerksam durch die Altstadt geht, entdeckt an manchen Fachwerkhäusern kleine gusseiserne Tafeln mit der Aufschrift: „Hochwasser 15.5.1943“. Bis zum ersten Stockwerk stand an diesem Sommertag vor 75 Jahren das Wasser der Ruhr in der Mühlenstraße. Es kam aus der Möhnetalsperre, deren Staudamm die Engländer mit Bomben zerstört hatten. Damit wollten sie im Zweiten Weltkrieg, der damals tobte, bei ihren deutschen Feinden die Wasserversorgung des Ruhrgebiets lahmlegen. Durch die kaputte Staumauer schoss eine riesige, bis zu vier Meter hohe Flutwelle aus dem See zunächst ins Tal der Möhne und von deren Mündung aus weiter ins Ruhrtal. Weit über 1000 Menschen kamen dabei ums Leben, Häuser und Brücken wurden zerstört. Nach vier Stunden erreichten die Wassermassen auch Schwerte, das rund 50 Kilometer vom Möhnedamm entfernt ist. In der Mühlenstraße 22 überraschten sie eine 78-jährige Frau in ihrem Zimmer im Erdgeschoss. Sie kam nicht mehr rechtzeitig zur Treppe in die oberen Etagen, wohin sich die übrigen Hausbewohner gerettet hatten, und ertrank. Ihr Enkel Jürgen Grewe kennt die traurige Geschichte. Er sammelte auch die Erinnerungen von Nachbarn in einem kleinen Büchlein.

Reinhard Schmitz

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