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Bomben an der Costa del Sol - keine Verletzten

Málaga (dpa) Mit zwei Bombenanschlägen in Ferienorten an der Costa del Sol hat die baskische Untergrundorganisation ETA in Südspanien Tausende von Badegästen in Angst und Schrecken versetzt. Bei der Explosion der Sprengsätze wurde nach Angaben der Polizei niemand verletzt.

Bomben an der Costa del Sol - keine Verletzten

Bei Bombenexplosionen an der spanischen Costa del Sol wurde niemand verletzt.

Es entstand auch kein nennenswerter Sachschaden. Eine Bombe detonierte am Sonntag am Badestrand von Guadalmar in der Nähe des Flughafens der Hafenmetropole Málaga. Der zweite Sprengsatz explodierte wenige Stunden später im Jachthafen des nahe gelegenen Badeorts Benalmádena. Die Sicherheitskräfte hatte aufgrund einer telefonischen Warnung den Strand und das Hafengebiet vorher räumen lassen. Etwa 4000 Ausflügler und Touristen mussten auf Aufforderung der Polizei den Strand und den Jachthafen verlassen.

Ein Anrufer hatte im Namen der ETA vor insgesamt drei Sprengsätzen gewarnt. Die dritte Bombe wurde nach Angaben des Rundfunks von der Polizei nach einer mehrstündigen Suche unter einer Autobahnbrücke in Málaga entdeckt und unschädlich gemacht. Während der Suchaktion waren die Schnellstraße zwischen Málaga und der Touristenhochburg Torremolinos sowie die Autobahn zum Flughafen der Metropole zeitweilig gesperrt worden. Dies löste ein Verkehrschaos aus.

Alle drei Bomben waren von geringer Sprengkraft. Nach Medienberichten bestand kein Zweifel, dass die ETA hinter den Anschlägen stand. Die Organisation hatte bereits im Juli eine Bombe in Torremolinos gezündet und vier weitere Anschläge in Nordspanien auf touristische Einrichtungen an der Atlantikküste verübt. Dabei war ebenfalls niemand verletzt worden. Die Separatisten versuchen seit fast 30 Jahren, mit Anschlägen in Ferienorten dem Tourismus in Spanien zu schaden.

Am Samstag hatte die ETA sich zu einer Reihe von Terroranschlägen in den vergangenen Monaten bekannt. Dies ging aus einem Kommuniqué, das die baskische Zeitung «Gara» abdruckte, hervor. Darin bekannte die ETA sich nicht nur zu Bombenanschlägen in Ferienorten, sondern auch zu solchen auf die Zeitung «El Correo» und auf drei Bauunternehmen. Die Angriffe auf die Baufirmen begründete die ETA damit, dass die Unternehmen an den Arbeiten zum Bau einer Hochgeschwindigkeitsstrecke der Bahn beteiligt seien. Das Vorhaben diene Interessen, die «dem baskischen Volk fremd» seien. Die Bahnlinie soll das Baskenland mit Madrid und Frankreich verbinden.

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