Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Bombenalarm im Weißen Haus und im Kongress

Washington (dpa) Aufregung in Washington: Erst gab es im Kongress, dann im Weißen Haus eine Bombendrohung. Die Behörden reagieren nervös. Bange Fragen werden gestellt. Doch warum musste Obama das Haus nicht verlassen?

Bombenalarm im Weißen Haus und im Kongress

Gut 50 Journalisten mussten mitten in einem Briefing den Pressesaal im Weißen Haus räumen. Foto: Michael Reynolds/Archiv

Bombendrohungen im Kongress und im Weißen Haus haben in der US-Hauptstadt Washington für Aufregung gesorgt. Im Senat wurde am Dienstag eine Anhörung zur Flugsicherheit unterbrochen, im Regierungssitz mussten gut 50 Journalisten mitten in einem Briefing den Pressesaal räumen.

In beiden Fällen wurde zwar kurz danach Entwarnung gegeben. Doch Medien in Washington fragten sich besorgt, wie real die Bedrohung tatsächlich war. Vor allem ging die Frage um, warum Präsident Barack Obama und seine Familie das Weiße Haus während des Alarms nicht verlassen mussten. Obama blieb nach Angaben eines Regierungssprechers in seinem Büro, dem Oval Office, das lediglich zwischen 15 und 20 Meter vom Presseraum im Westflügel entfernt liegt.

«Der Präsident blieb im Oval Office und wurde nicht vom Secret Service woanders hingebracht», teilte Sprecher Josh Earnest mit. «Die First Lady, Malia und Sasha (die Töchter) waren in den Wohnräumen und wurden nicht woanders hingebracht.»

Nach einer Überprüfung des Presseraums mit Spürhunden konnten die Reporter wieder zurück, die Pressekonferenz wurde fortgesetzt. Nach Angaben des Sprechers hatte ein anonymer Anrufer bei der Polizei eine konkrete Drohung ausgesprochen. «Zu unser aller Sicherheit musste der Raum evakuiert und untersucht werden», sagte Earnest.

Nur Stunden zuvor war eine ebenfalls anonyme Bombendrohung für den Kongress eingegangen. Auch dort wurde kein Sprengstoff gefunden. Möglicherweise handle es sich in beiden Fällen um denselben Anrufer, mutmaßten Kommentatoren.

Das Weiße Haus gilt als eines der am besten bewachten Gebäude der Welt. Washingtoner Journalisten meinten, sie könnten sich dort an keine Räumung des Pressesaals erinnern. Allerdings hatte im vergangenen Jahr eine Pannenserie des Secret Service für Schlagzeilen gesorgt. Mehrmals war es Eindringlingen gelungen, über den Zaun um das Weiße Haus zu klettern - einer schaffte es gar, bis tief in das Gebäude vorzustoßen. Die Chefin des Secret Service, Julia Pierson, musste darauf ihren Sessel räumen.

Auch im Brüsseler EU-Viertel hatte es am Dienstagabend einen Bombenalarm gegeben. Nach Angaben des Europäischen Rates handelte es sich aber um einen Fehlalarm. Menschen seien nicht in Gefahr gewesen.

Plan Weißes Haus

Tweet Europäischer Rat

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Politik

Trumps Einreisestopp wieder blockiert

Washington (dpa) So verschieden die Gründe sind, so sehr liegen beide Projekte Trump am Herzen: die Zukunft von "Obamacare" und ein Einreisestopp in die USA. Während das Thema Einreise neuerlich blockiert wird, sah es beim Streit um die Krankenversicherung nach Bewegung aus - kurz.mehr...

Politik

Entsetzen nach Anschlag auf maltesische Journalistin

Valletta (dpa) Die Journalistin Daphne Caruana Galizia soll eine entscheidende Rolle bei der Aufdeckung schwerwiegender Vorwürfe zu Geldwäsche und Korruption in Malta gespielt haben. Jetzt wurde sie mit einer Bombe getötet.mehr...

Politik

Maltesische Bloggerin getötet

Valletta (dpa) Eine auf Malta populäre Bloggerin ist offenbar Opfer eines gezielten Anschlags geworden. Regierungschef Joseph Muscat bestätigte, dass Daphne Caruana Galizia am Montag getötet wurde. "Das ist eine tückische Attacke auf einen Bürger und auf die Meinungsfreiheit", schrieb er auf Twitter.mehr...

Sozialdemokraten sind empört

SPD will zweites TV-Duell - Merkel sagt ab

BERLIN Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat einen neuerlichen Vorstoß ihres SPD-Herausforderers Martin Schulz für einen weiteren direkten Schlagabtausch vor laufenden Kameras abgesagt. Das kommt erwartungsgemäß. Die Empörung der SPD auch.mehr...

Politik

Gut 700 Bürgermeistern Kataloniens droht Haft

Madrid/Barcelona (dpa) Für die Separatisten in Katalonien wird es ernst. Um die Unterstützer eines als illegal untersagten Referendums über Unabhängigkeit in die Knie zu zwingen, droht die Staatsanwaltschaft nun mit Haft. Die Fronten verhärten sich, der Countdown zum 1. Oktober läuft.mehr...

Politik

Hickhack um Einwanderung: Trump widerspricht Demokraten

Washington (dpa) Trump und die oppositionellen Demokraten treffen sich zum Abendessen. Anschließend folgt ein öffentliches Hickhack um die Einwanderungspolitik. Es geht um den Schutz von jungen Migranten. Haben sie sich geeinigt oder nicht?mehr...