Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Anzeige
Anzeige

Auch Bahn war betroffen

Bombenfund führte zu Sperrung der A40 bei Essen

ESSEN Erneut ist eine Weltkriegsbombe auf der Baustelle am Europacenter in Essen-Holsterhausen gefunden worden. Die Bombe wurde am Mittwoch um 18.45 Uhr gesprengt. Die A40 und die Bahnstrecke zwischen Essen und Duisburg waren am Abend für etwa eine Stunde gesperrt.

Bombenfund führte zu Sperrung der A40 bei Essen

Ein Blindgänger ist am Mittwoch auf dem Gelände der Baustelle am Europacenter in Essen gefunden worden.

Schon zum dritten Mal seit dem 12. Januar wurde auf dem Baustellen-Gelände in Essen-Holsterhausen eine Weltkriegsbombe gefunden. Peter Bachmann von der Feuerwehr Essen berichtete, was Sprengmeister Peter Giesecke ihm übermittelt hatte: Der Blindgänger sei zwar "nur" eine 2,5-Zentner-Bombe, dafür aber ist diese mit einem der ebenso seltenen wie gefährlichen Langzeitzünder ausgestattet. Darum musste diese Bombe mit dem "Säurezünder" schnellstmöglich kontrolliert gesprengt werden. Der Zünder konnte also offenbar nicht herausgedreht werden.

Evakuierung

Wie Bachmann weiter ausführte, waren die Evakuierungszone und die Sicherheitszone "so groß wie bei den letzten beiden Fünf-Zentner-Bomben". Auch die Autobahn 40 musste zum dritten Mal binnen weniger Wochen wegen einer Bombenentschärfung gesperrt werden. Zwischen der Anschlussstelle Holsterhausen und dem Dreieck Essen-Ost ging etwa eine Stunde lang nichts mehr.

Außerdem war die Bahnstrecke zwischen Essen und Mülheim wieder betroffen. Der Regional- und Fernverkehr wurde über Gelsenkirchen und Oberhausen umgeleitet.

Kontrollierte Sprengung

Die etwa drei Meter tief liegende Weltkriegsbombe musste für die kontrollierte Sprengung mit reichlich Dämmmaterial überdeckt werden. Feuerwehrleute vor Ort sagten, Sand sei ein ausgezeichnetes Dämmmaterial. 

Die Evakuierung im inneren Kreis lief seit dem späten Nachmittag auf Hochtouren. Das THW baute Flutlicht an der Baustelle am Europacenter auf.

Baggerfahrer Mike Frischauf hatte sich gegen Mittag "heftig erschrocken". Um kurz nach 14 Uhr stieß er auf den Gegenstand.

Krisenstab

Frischauf war auch am vergangenen Freitag der Mann, der während der Arbeit auf eine Bombe gestoßen war. Die Bombe lag an der verkehrsreichen Kreuzung Friedrichstraße (B 224)/Ecke Holsterhauser Straße unweit der A40, vor der neuen Zentrale der GFKL Financial Services, auf dem Baufeld zwischen den Straßen "Am Europacenter" und Holsterhauser Straße.

Für die Entschärfungen der britischen Fünf-Zentner-Bomben am 12. Januar und 26. Februar hatte der Krisenstab der Stadt auch die A40 und die Bahnstrecke zwischen Essen und Duisburg gesperrt.

Im Europacenter selbst sind zahlreiche Firmen mit Büros vertreten, auf der anderen Seite der Friedrichstraße liegen die Verlagsgebäude der Funke Mediengruppe (Friedrich-/Sachsenstraße) und der Sparda Bank West (Kruppstraße). Am 12. Januar und am 26. Februar musste auch ein Zeltdorf mit etwa 400 Flüchtlingen evakuiert werden.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Vermischtes

Busunfälle vom Wochenende: Waren Medikamente im Spiel?

Tecklenburg/Wittstock (dpa) In Nordrhein-Westfalen kippt ein Shuttlebus bei einem Kirchenfest um. Eine Frau stirbt, 21 Menschen werden verletzt. Wenig später rammt ein Fernbus in Brandenburg zwei Autos auf der Autobahn. Auch hier gibt es Verletzte. Wie konnte es zu den Unfällen kommen?mehr...

Bei Rottweil in Baden-Württemberg

Familiendrama mit drei Toten: Vater auf der Flucht

VILLINGENDORF In einem Dorf im Schwarzwald werden drei Menschen getötet - darunter ein Sechsjähriger, der erst Stunden zuvor eingeschult wurde. Sein Vater soll der Täter sein. Die Suche nach dem Flüchtigen in einem Waldgebiet wurde allerdings ergebnislos abgeschlossen.mehr...

Gegen den Stau

33 Kilometer Standstreifen in NRW werden Fahrbahn

Düsseldorf Im Stau auf der Autobahn tut sich auf einigen Abschnitten ein legaler Ausweg auf: der Standstreifen. Auf zwei weiteren NRW-Strecken sollen einige Kilometer zeitweise befahren werden können. Besonders bei Engpässen kann das helfen. Jedoch müssen für eine Freigabe strikte Vorgaben erfüllt sein.mehr...

Vermischtes

Kind schläft in fahrendem Auto auf Hutablage

Ingolstadt (dpa) Die Fahrer auf der Autobahn A9 in Bayern trauten ihren Augen nicht: Völlig ungesichert lag ein schlafendes Kind auf der Hutablage eines vor ihnen fahrenden Wagens. Ein Autofahrer alarmierte die Polizei, die den Wagen bei Ingolstadt aus dem Verkehr zog.mehr...

Bundesverwaltungsgericht

Grünes Licht für Neubau der Leverkusener Brücke

LEIPZIG Die marode Leverkusener Brücke an der A1 kann erneuert werden. Das hat das Bundesverwaltungsgericht am Mittwoch entschieden. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst sieht die Entscheidung als Startschuss für einen ambitionierten Plan. Die Bauarbeiten sollen schon bald beginnen.mehr...

Selbstverpflichtung

Bahn-Konzerne wollen enger zusammenarbeiten

DÜSSELDORF Um den Millionen täglichen Zug-Pendlern die Reise zu erleichtern, wollen sieben Bahn-Unternehmen in Nordrhein-Westfalen in Zukunft näher aneinanderrücken. Unter anderem sollen die Fahrgäste endlich besser informiert werden - etwa bei Verspätungen, Störungen und Baustellen.mehr...