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Bonns OB Bärbel Dieckmann tritt ab

BONN Die langjährige Bonner Oberbürgermeisterin Bärbel Dieckmann (SPD) wird nach Ablauf ihrer jetzigen Amtszeit abtreten. Sie werde bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr nicht wieder kandidieren, erklärte Dieckmann überraschend am Dienstag in Bonn.

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Bärbel Dieckmann (SPD)

Bärbel Dieckmann mit Ehemann Jochen.

Es sei Zeit für einen politischen Generationenwechsel, dafür sollten rechtzeitig die Weichen gestellt werden. Wenn die 59-jährige Politikerin, die auch dem SPD-Bundespräsidium angehört, wie geplant Ende Oktober 2009 das Rathaus verlässt, wird sie 15 Jahre im Amt gewesen sein. Ihr Rückzug sei eine „persönliche Entscheidung aus politischen Gründen“, sagte Dieckmann. Sie sei keinesfalls „amtsmüde“, sondern noch „voller Tatendrang“. Deshalb werde sie sich auch bis zum Ende ihrer Amtszeit weiter für die Entwicklung Bonns engagieren. Als Spitzenkandidat bei der Kommunalwahl im Sommer 2009 soll nun für die SPD der erst 30-jährige Ernesto Harder ins Rennen gehen. Dieckmann hat maßgeblich mit dazu beigetragen, dass Bonn nach dem Umzug der Regierung nach Berlin 1999 mit großem Erfolg einen Strukturwandel geschafft hat. „Die Arbeit einer politischen Generation ist gemacht“, sagte sie. Über ihre weitere Zukunft wollte sich Dieckmann nicht näher äußern. Dazu gebe es „noch keine Überlegungen“. Sie dementierte zugleich Spekulationen, denenzufolge sie angeblich einen Posten bei den Vereinten Nationen übernehmen könnte. Bonn ist mit zahlreichen Organisationen ein wichtiger UN-Standort. Auch zu ihrer Parteizukunft in der SPD gebe es derzeit keine Überlegungen. Dieckmann war 1994 - damals wurde auch der Regierungsumzug besiegelt - erstmals in der früheren CDU-Hochburg zur Oberbürgermeisterin gewählt worden. Es folgten Wiederwahlen in 1999 und 2004. Die populäre Politikerin ist inzwischen in den Großstädten von Nordrhein-Westfalen die dienstälteste Hauptamtliche unter den Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeistern. Die Diplomaten-Tochter und frühere Gymnasiallehrerin gehört seit 2003 auch dem SPD-Präsidium an. Von 2005 bis 2007 war sie stellvertretende SPD-Bundesvorsitzende. Sie ist verheiratet mit Jochen Dieckmann, der in Nordrhein-Westfalen Finanzminister und auch SPD-Chef war. 

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