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Borstenkaninchen in Nepal vor Fotofalle gehüpft

Bharatpur. Erstmals seit mehr als 30 Jahren ist in einem nepalesischen Nationalpark wieder ein äußerst seltenes Borstenkaninchen gesichtet worden. Das Jungtier wurde von einer Fotofalle im Chitwan-Park nahe der indischen Grenze abgelichtet.

Borstenkaninchen in Nepal vor Fotofalle gehüpft

Bild einer "Fotofalle" zeigt ein Borstenkaninchen. Nach mehr als 30 Jahren ist wieder ein äußerst seltenes Borstenkaninchen gesehen worden. Foto: Bed Khadka

Mit seinen Eltern müsse es also mindestens drei der Tiere dort geben, sagte Bed Bahadur Khadka, ein Naturschutzbeamter im Chitwan. In dem Park war zuvor nur ein einziges Mal - im Jahr 1984 - ein Borstenkaninchen nachgewiesen worden.

Der Glücksfund sei bei der Beobachtung seltener Vögel im Park gelungen, erzählte Khadka. Gemeinsam mit drei Kollegen berichtet er im Journal „Conservation Science“ über die seltene Entdeckung. Man habe die Art in dem Gebiet für ausgestorben gehalten. Vereinzelte Nachweise gab es demnach lediglich in zwei anderen Nationalparks des Landes - weshalb die Tiere in Nepal als „vom Aussterben bedroht“ gelistet sind.

Das Borstenkaninchen (Caprolagus hispidus) gehört zu den seltensten Säugetieren überhaupt. Es kommt nur an den südlichen Ausläufern des Himalaya-Gebirges vor. Vor einigen Jahrzehnten hatte es bereits als ausgestorben gegolten, bevor doch wieder einige Exemplare gesichtet wurden. Der Lebensraum des Tieres schrumpfte durch Abbrennen von Grasland und andere menschliche Eingriffe.

Über die Lebensweise der zu den Hasen gehörenden Tiere ist nur wenig bekannt. Die Weltnaturschutzunion geht von etwa 100 bis 250 noch lebenden Tieren aus und stuft die Art als „stark gefährdet“ ein. Es müsse auch Programme speziell zum Schutz solcher kleinen Tiere geben, nicht nur für große Säuger wie Tiger und Nashorn, so Khadka.

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