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Bräunen im Solarium: Hohes Hautkrebsrisiko

Bonn/Hamburg (dpa/tmn) Vorbräunen im Solarium bringt keinen nennenswerten Schutz vor einem Sonnenbrand. Besuche in einem Solarium erhöhen jedoch deutlich das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken.

Bräunen im Solarium: Hohes Hautkrebsrisiko

Besuche im Sonnenstudio bieten kaum Schutz vor Sonnenbrand. (Bild: dpa)

Davor warnen die Deutsche Krebshilfe und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) in Hamburg. Da die UV-Strahlung tief in die Haut eindringe, werde auch die Hautalterung beschleunigt. Trotzdem seien die Deutschen mit 14 Millionen Solariengängern Europameister im künstlichen Sonnenbaden, ergab die «SUN-Study 2008» der Krebshilfe und der ADP, die am Mittwoch (26. November) vorgestellt wurde.

Mehr als 90 Prozent der Nutzer wüssten, dass jeder Sonnenbrand einen bleibenden Schaden in der Haut hinterlässt. 96,6 Prozent sei bekannt, dass künstliche und natürliche UV-Strahlung das Risiko erhöht, an Hautkrebs zu erkranken. Und 98,7 Prozent der Solariengänger seien sich bewusst, dass Solariengänge zu vorzeitiger Hautalterung führen, ergab die Studie, bei der das Mannheimer Institut für Public Health 500 Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 45 Jahren befragte. Trotzdem scheine vielen Solariennutzern gebräunte Haut so wichtig zu sein, dass sie das erhöhte Krebsrisiko in Kauf nehmen. 62 Prozent der befragten Solariengänger erklärten, sie nutzten die künstliche Strahlung zur Attraktivitätssteigerung.

Wer nicht auf einen Solariumbesuch verzichten möchte, sollte zumindest selbst für Schutz sorgen. Denn die SUN-Study ergab auch, dass in zwei von drei Sonnenstudios nicht über die Gesundheitsrisiken von UV-Strahlung aufgeklärt wurde. Bei mehr als jedem zweiten Betrieb erfolgte kein Hinweis auf Schutzbrillen, und bei fast der Hälfte der Sonnenstudios fand keine Beratung zum Hauttyp statt. Dabei dürfen Menschen des Hauttyps 1 - helle Haut, Sommersprossen, blonde oder rote Haare und blaue oder grüne Augen - grundsätzlich nicht der Strahlung von Solarien ausgesetzt werden, rät die Krebshilfe.

Gleiches gilt für Jugendlichen unter 18 Jahren. Denn Kinder und Jugendliche seien besonders anfällig für die negativen Wirkungen der UV-Strahlung auf die Hautzellen. Die UV-Strahlung trage zu genetischen Veränderungen in den Hautzellen bei, die im späteren Leben zu Hautkrebs führen können. Die Deutsche Strahlenschutzkommission fordere in einer Stellungnahme aus dem Jahr 2006 ein Verbot der Nutzung von Solarien durch Minderjährige.

Auch Erwachsene sollten pro Jahr nicht mehr als 50 Mal sonnenbaden - sei es in der natürlichen Sonne oder in Solarien. In jedem Fall gilt es, Sonnenbrände zu vermeiden, rät die Krebshilfe. Bereits einige Stunden vor dem Solariumbesuch werden besser keine Parfüms oder Kosmetika verwendet. Grundsätzlich muss im Solarium eine Schutzbrille aus UV-undurchlässigem Kunststoff getragen werden. Wegen der mangelnden Beratung werden Selbstbedienungsstudios mit Münzautomaten besser gemieden.

Informationen: Ratschläge für den Solariumbesuch haben die Deutsche Krebshilfe und die ADP im Faltblatt «Selbstverteidigung für Solariumgänger» zusammengestellt. Es kann kostenlos im Internet heruntergeladen werden unter «krebshilfe.de», Stichwort «Prävention und Früherkennung» - «Sonne und Hautkrebs».

Deutsche Krebshilfe: www.krebshilfe.de

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