Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Brandenburger Polizisten von Rockern bedroht

Potsdam/Berlin (dpa) Mitglieder von Rockerbanden bedrohen massiv Brandenburger Polizeibeamte. Ein Mitglied der Potsdamer Hells Angels habe Ende Februar einen Ermittler mit dem Tod gedroht, berichtete der «Tagesspiegel» (Samstag).

Brandenburger Polizisten von Rockern bedroht

Ein Totenkopf mit Flügeln ist das Symbol der Motorradgang Hells Angels. Foto: Ronald Wittek/Archiv

In Königs Wusterhausen habe ein Rocker am selben Tag einem Ermittler aufgelauert. Einige Beamte hätten aufgrund der Gefahr Personenschutz bekommen, heißt es weiter.

Derweil trafen sich in Duisburg am Samstag etwa 300 Rocker verschiedener Clubs zur Gründung eines Ablegers der niederländischen Satudarah. Der örtliche Rockerclub Brotherhood mit seinen 20 Mitgliedern habe beschlossen, sich den Niederländern anzuschließen, teilte die Polizei mit. Ähnlich wie einige in Deutschland ansässige Rockerclubs steht auch Satudarah niederländischen Medien zufolge im Verdacht, Organisierter Kriminalität nachzugehen.

Nach Angaben des Präsidents des Bundeskriminalamts (BKA), Jörg Ziercke nehmen die grenzüberschreitenden Vernetzungen krimineller Rockergruppierungen, insbesondere nach Ost- und Südosteuropa zu. Einen «unmittelbaren Vergleich» mit der Mafia wolle er jedoch nicht ziehen, sagt Ziercke dem Magazin «Focus». «Fakt ist aber, dass sich Mitglieder von Rockergruppen in Strukturen bewegen, denen ein hohes Potenzial Organisierter Kriminalität zuzurechnen ist.»

Alarmieren seien vor allem die «verstärkten Bemühungen» von Rockern, in der legalen Wirtschaft Fuß zu fassen. Zum Geschäftsgebaren gehört dabei laut Ziercke auch «die Anwendung von Gewalt». Ziel sei ein «territorialer und finanzieller Machtzuwachs insbesondere gegenüber konkurrierenden Banden».

In Kaiserslautern beginnt an diesem Dienstag (5. Juni) ein weiteres Gerichtsverfahren wegen eines Mordes im Rockermilieu vor drei Jahren. Der mutmaßliche Haupttäter - ein Mitglied der Hells Angels - muss sich wegen gemeinschaftlichen Mordes am Chef einer rivalisierenden Bande verantworten.

Nach dem Verbot der Hells Angels City hatten am Mittwoch etwa 550 Beamte aus Berlin und Spezialeinsatzkommandos aus anderen Bundesländern Vereinslokale und rund 30 Wohnungen in Berlin durchsucht. Die Berliner Rocker waren anscheinend auf den Schlag der Polizei vorbereitet. Zuletzt hatte es auch in Norden großangelegte Aktionen gegen Rocker gegeben. Rund 1200 Beamte durchsuchten in Kiel, Hannover und Hamburg Bordelle, Kneipen und Wohnungen.

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Fragen und Antworten

Einbrüche in NRW: Zahlen, Fakten, Tipps zum Schutz

DÜSSELDORF Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Nordrhein-Westfalen ist hoch – höher als in den anderen deutschen Flächenländern. Doch warum häufen sich gerade in NRW derartige Vorfälle und wie kann ich mich schützen? Fragen und Antworten zu einem wachsenden Problem.mehr...

"Aus Hass und Verachtung"

Messerattacke in Ahaus: Anklage gegen 27-Jährigen

AHAUS Knapp drei Monate nach einer tödlichen Messerattacke in Ahaus hat die Staatsanwaltschaft Münster Anklage wegen Mordes gegen den 27 Jahre alten Tatverdächtigen erhoben. Zur Beziehung von Opfer und mutmaßlichem Täter gibt es neue Erkenntnisse.mehr...

Kriminalität an Schulen

"Tatort Schulhof": Mobbing, Vergewaltigung, Drogen

DÜSSELDORF Schule soll ein Hort der Bildung und glücklicher Kindertage sein. Meist eher unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit zeigt sich aber auf vielen Schulhöfen ein krimineller Mikrokosmos mit Straftaten von Drogenhandel bis hin zu Brandstiftung, Mord und Vergewaltigung. Schulleiter und Lehrer wissen damit oft nicht umzugehen.mehr...

In Witten

Unbekannte sprengen Geldautomat an Tankstelle

WITTEN Erneut ist in NRW ein Geldautomat gesprengt worden - dieses Mal an einer äußerst brisanten Stelle. Die Täter hatten sich in der Nacht zu Dienstag einen Automaten an einer Wittener Tankstelle ausgesucht. Die wenige Meter entfernten Zapfsäulen blieben unbeschadet. Die Polizei ist nun auf der Suche nach den Tätern.mehr...

Fragen und Antworten

Was steckt hinter der Rockergruppe Osmanen Germania?

OFFENBACH/WIESBADEN Die Polizei kam im Morgengrauen: Rund 1500 Beamte haben am Mittwoch in zahlreichen Bundesländern Räumlichkeiten der rockerähnlichen Vereinigung der Osmanen Germania durchsucht. Politiker sprechen von einem Schlag gegen die Organisierte Kriminalität. Doch was ist das überhaupt für eine Gruppe? Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu.mehr...

Serie reißt nicht ab

Wieder sprengen Unbekannte einen Geldautomaten

BÖNEN Ein lauter Knall, Scherben: So beschreiben Zeugen das Geschehen am frühen Montagmorgen in Bönen (Kreis Unna). Dort haben bisher unbekannte Täter einen Geldautomaten in einer Bankfiliale gesprengt - mit Erfolg. In diesem Jahr ist es schon der 15. Fall in NRW.mehr...