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Brechtener Grundschüler trainierten mit den Profis

Besuch vom DFB-Mobil

Die Brechtener Grundschule bekam jetzt Besuch vom DFB-Mobil. Die Trainer brachten den möglichen Europameistern von 2028 ein interessantes Trainingsprogramm mit. Dabei ging es nicht nur um sportliche Inhalte.

BRECHTEN

von Von Kevin Kindel

, 27.06.2012

„Wir fahren in Sportvereine und Schulen, um die Trainer und Lehrer zu animieren, unsere professionellen Ideen mit in die alltägliche Arbeit zu nehmen“, erklärt Thomas Synowczik, der mit seiner Kollegin Katharina Krinitzki am Donnerstag vier Brechtener Klassen im Sportunterricht betreute.  Schnelle Bewegungen verbunden mit gedanklichem Umschalten, Teamwork und ständigem Aufpassen – das Training der Experten hatte auch viel mit pädagogischen Inhalten zu tun. „Wir Trainer haben alle mindestens die C-Trainerlizenz und sind außerdem entweder Lehramtsstudenten oder zum Beispiel pensionierte Lehrer“, erklärt Synowczik, der selbst Ausbilder beim Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen ist.  

 „Beim Mannschaftssport geht es viel um soziale Kompetenzen“, weiß auch Lehrerin Mathilde Schreck, die mit ihren Kollegen selbst auch von den beiden DFB-Lehrern vorbereitet wurde: „Viele der Mädchen hatten am Anfang Bedenken, weil sie keine Lust auf Fußball hatten.“ Bei dem abwechslungsreichen und hintergründigen Training hatten die Mädels dann aber doch sichtlich Spaß.Spielrollen, wie sie der Mannschaftskapitän innehat, der sein Team zusammen halten – also auch, wenn er schneller ist, auf die Schwächeren warten – muss, prägen den Grundschülern wichtige Tugenden für den Alltag ein. „Wenn wir hier eine halbe Stunde pro Klasse trainieren, geht es natürlich nicht darum, hier Talente zu entdecken“, so Thomas Synowczik: „Schließlich haben ja gerade in dem Alter alle ganz verschiedene Voraussetzungen.“ 

 Synowczik fährt mit seiner Kollegin durch den ganzen westfälischen Verband; in Deutschland hat der DFB 30 solcher Einsatzmobile. Am Ende einer jeden Tournee bieten die Trainer noch Lehrerfortbildungen an, damit sich auch nachhaltiger Erfolg einstellt: „Es wird vor allem in Grundschulen meistens einfach ein Ball in die Mitte geworfen und gepöhlt. Die Kinder heute können oft kaum zehn Meter unfallfrei rückwärts laufen“, sagt Synowczik. Und wer weiß: Wenn sich das ändert, sieht man ja vielleicht den einen oder anderen Ballkünstler doch in zehn Jahren mal im DFB-Trikot.