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Leere Briefkästen

Briefträger und Paketboten im Post-Streik

NRW Die Streiks bei der Post weiten sich aus: Immer mehr Zusteller lassen ihre Arbeit ruhen. Noch halten sich die Folgen für die Kunden in Grenzen, Briefe und Pakete kommen verspätet an ihrem Ziel an. Aber wie lange noch?

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Postbedienstete ziehen in einem Protestmarsch am 10.06.2015 durch die Innenstadt von Freiburg, um ihren Forderungen im Tarifstreit mit der Deutschen Post AG Nachdruck zu verleihen. Der unbefristete Streik bei der Deutschen Post geht auch am 10.06. weiter. Foto:

Postbedienstete ziehen mit einem Transparent mit der Aufschrift "Postler zahlen nicht die Zeche der Privatisierung" in einem Protestmarsch am 10.06.2015 durch die Innenstadt von Freiburg. Der unbefristete Streik bei der Deutschen Post geht auch am 10.06. weiter. Foto:

Der Arbeitskampf bei der Deutschen Post wird härter - und Postkunden könnten die Auswirkungen der Streiks bald mit voller Wucht zu spüren bekommen. Am Mittwoch schickte die Gewerkschaft Verdi erstmals mehrere Tausend Briefträger und Paketboten in den Ausstand.

Über 10 000 Streikende

Inzwischen befänden sich 14 500 Beschäftigte des Bonner Konzerns - darunter 6500 Zusteller - im Dauerstreik, teilte Verdi mit. Die Post nannte jedoch nur eine Zahl von 11 000 Mitarbeitern. Die Auswirkungen für die Kunden hätten erneut in Grenzen gehalten werden können. Bestreikt werden derzeit bundesweit 83 Briefverteilzentren. Darüber hinaus rief Verdi vor allem Beschäftigte in der Paket- sowie in der sogenannten Verbundzustellung zu Arbeitsniederlegungen auf.

In der Verbundzustellung werden Briefe und Pakete gleichzeitig durch den Postboten ausgeliefert. Die Beschäftigten "erwarten vom Vorstand, dass er willens und in der Lage ist, den Konflikt zu befrieden", erklärte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis. In dem Tarifstreit geht es vor allem um 49 regionale Paketgesellschaften, die die Post ausgegründet hatte und die Verdi in den Haustarifvertrag zurückholen will. Dieser sieht höhere Bezüge vor. 

DORTMUND Seit Montag streiken Mitarbeiter des Briefverteilzentrums an der Revierstraße in Dortmund. Am Mittwoch haben sich nun auch die ersten Brief- und Paketzusteller der Post in Dortmund dem unbefristeten Streik angeschlossen. Wie viele Briefe und Pakete dennoch bei den Empfängern ankommen, ist ungewiss.mehr...

Mit der wachsenden Zahl streikender Postmitarbeiter droht die Quote der pünktlichen Zustellungen zu schrumpfen. "Zum jetzigen Zeitpunkt können wir die Auswirkungen für unsere Kunden aufgrund unserer Ausgleichsmaßnahmen gering halten", erklärte das Unternehmen. Details wollte die Post nicht nennen. Eine Sprecherin verwies lediglich auf Beschäftigte in der Verwaltung und auf externe Dienstleister, die eingesetzt würden.

"Auch unsere 38 000 Beamten arbeiten nach wie vor", sagte sie, ohne einen Hinweis auf deren möglichen Einsatz auf bestreikten Arbeitsplätzen zu geben. Erst vor wenigen Wochen war Verdi vor Gericht mit dem Versuch gescheitert, der Post genau das verbieten zu lassen. Solange Beamte nicht dazu gezwungen würden, gebe es an dem Vorgehen des Konzerns nichts zu beanstanden, hatte das Bonner Arbeitsgericht geurteilt.

Post-Streik hat massive Auswirkungen

Briefe und Päckchen bleiben auch in Emsdetten liegen

EMSDETTEN Der Griff in den Briefkasten geht für viele Emsdettener am Mittwoch ins Leere. "Auch in Emsdetten streiken die angestellten Zusteller der Post AG, alle Bezirke sind liegengeblieben", erklärt Benedikt Lutter-Gras von der Gewerkschaft Verdi.mehr...

Anfang der Woche hatte Verdi unbefristete Streiks bei der Post gestartet, um dem Arbeitgeber in dem festgefahrenen Tarifstreit weitere Zugeständnissen abzuringen. Zuvor war in sechs Verhandlungsrunden keine Annäherung erzielt worden. 

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