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Briggs brauchte bis Wulfen ein wenig länger

Basketball

WULFEN Für Steve Briggs geriet der erste Trip außerhalb der USA gleich zu einer wahren Odyssee. Bei seiner offiziellen Vorstellung konnte der Neuzugang des BSV Wulfen am Sonntag aber schon wieder darüber lachen.

15.08.2010
Briggs brauchte bis Wulfen ein wenig länger

Sponsor Hans Humbert (li.) und der Sportliche Leiter Volker Cornelisen (re.) stellten Joey Henley und Steve Briggs (M.v.li.) vor.

20 Stunden war der 24-jährige Aufbauspieler unterwegs gewesen, bis er am Samstag um 17 Uhr endlich in Düsseldorf aus der Maschine steigen konnte. Ursprünglich hatte er dort zusammen mit seinem Landsmann Joey Henley gegen 8 Uhr ankommen sollen. Doch gleich zwei verpasste Anschlussflüge bescherten Briggs eine denkwürdige Reise. Trotzdem führte die beiden Amerikaner einer ihrer ersten gemeinsamen Wege in Wulfen in die Wittenbrinkhalle zum Wurftraining: „Zum Entspannen“, erklärte Briggs.

Mit 1,77 m ist der gebürtige Texaner der Kleinste im Wulfener Zweitliga-Kader. Für ihn kein Problem: „Das war ich bisher immer. Ich mag das.“ Briggs‘ {FSPACE}Statistiken unterstreichen, dass er fehlende Zentimeter durchaus wettzumachen weiß. 21,9 Punkte und vier Dreier pro Spiel steuerte er in seinem letzten Collegejahr zum Einzug ins Final-Four-Turnier der NAIA 2 bei und wurde dort zum wertvollsten Spieler gewählt. Über Wulfen hatte er von seinem früheren Teamkollegen Brandon Cole vieles gehört: „Ich freue mich auf die Aufgabe und die Leute hier. Wir sind bereits toll aufgenommen worden.“ Klare Ziele hat auch Joey Henley: „Die Meisterschaft gewinnen“, antwortete er kurz und bündig auf die Frage danach. Der 1,95 m große Powerforward (25 Jahre) spielte an der Sacred Heart University zusammen mit Ryon Howard und gewann im letzten Jahr in der 1. Regionalliga zweimal mit dem SV Derne gegen Wulfen. Sowohl Briggs als auch Henley wuchsen in der Großstadt auf. Mit dem Leben im ländlichen Wulfen haben aber beide kein Problem: „Wir konzentrieren uns auf Basketball“, erklärte Joey Henley: „Außerdem scheint es hier in Wulfen wie eine große Familie zu sein.“