Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Brüchige Waffenruhe in der Ostukraine: Sechs Tote

Wien/Donezk (dpa) Die Spannungen in der Ostukraine nehmen wieder zu. Die OSZE spricht von einer «Eskalation». Ist ein weiteres Blutvergießen zu stoppen?

Brüchige Waffenruhe in der Ostukraine: Sechs Tote

Im blutigen Konflikt zwischen der Regierung in Kiew und den Separatisten ist keine Ende abzusehen. Foto: Alex Rom

Die Kämpfe in der Ostukraine haben sich nach Einschätzung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) erheblich verschärft. «Wir zählen immer mehr Brennpunkte», sagte der Vizechef der OSZE-Beobachtermission in der Ukraine, Alexander Hug, der dpa.

Die Militärführung in Kiew berichtete von mindestens sechs getöteten Soldaten. Die prorussischen Separatisten warfen der Armee zuletzt rund 100 Verstöße gegen die vor vier Monaten beschlossene Waffenruhe vor.

«Es gibt eine Eskalation», betonte Hug. Die Kämpfe zwischen den Separatisten und ukrainischen Regierungstruppen fänden dabei zunehmend in bewohnten Gebieten statt.

Beide Konfliktparteien hätten zuletzt immer mehr Landminen gelegt, berichtete Hug. Sie verstießen zudem gegen das Minsker Abkommen vom 12. Februar, indem sie schwere Geschütze wieder im Frontgebiet in Stellung brächten, anstatt diese wie vereinbart abzuziehen. «Es gibt derzeit einen deutlichen Abwärtstrend.»

Die vor vier Monaten in der weißrussischen Hauptstadt Minsk vereinbarte Feuerpause war von Beginn an brüchig. Zwei Zivilisten seien innerhalb von 24 Stunden bei Beschuss verletzt worden, teilten die Aufständischen mit. Seit Beginn der Kämpfe im April 2014 sind in der Ostukraine nach UN-Angaben mehr als 6400 Menschen getötet worden.

Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko beriet mit US-Vizepräsident Joe Biden in einem Telefonat über weitere Schritte, sollte sich die Lage weiter verschlechtern. Poroschenko bat die USA wieder um militärische Hilfe für den Kampf gegen die Separatisten. Die prowestliche Führung in Kiew hofft seit langem auf Waffenlieferungen des Westens. Russland, das die Aufständischen unterstützt, kritisiert dies und sieht darin einen Beleg für ukrainische Pläne, den Donbass mit Gewalt zurückerobern zu wollen.

OSZE-Sondermission in der Ukraine auf Twitter

Infos zur OSZE-Sondermission in der Ukraine

Infos zur OSZE-Grenzmission in Gukowo und Donezk

Infos zur OSZE-Ratspräsidentschaft

Liste der OSZE-Mitgliedstaaten

OSZE-Budget

Geschichte der OSZE

Militärführung Kiew

Stadtverwaltung Donezk

Mitteilung Poroschenko

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Sondierungen in Berlin

Optimismus und Skepsis nach Jamaika-Gesprächen

Berlin Jamaika ausloten, Tag zwei: FDP und Grüne wollten am Donnerstag bei ihrem Treffen bei Blumenkohlsuppe und Streuselkuchen nicht zu sehr in Verletzungen der Vergangenheit rumwühlen. Nebenbei rumort es aber ordentlich - vor allem im konservativen Lager.mehr...

Fußball: Champions League

FC Bayern schlägt Celtic Glasgow ohne Probleme

MÜNCHEN Der deutsche Fußball-Meister FC Bayern München hat den Einzug in das Achtelfinale der Champions League wieder fest im Visier. Die Münchner gewannen am Mittwoch am dritten Spieltag der Gruppe B daheim 3:0 (2:0) gegen Celtic Glasgow.mehr...

Nach ersten Gesprächen

Jamaika: "Gutes Gefühl", aber steiniger Weg

Berlin Ein Anfang ist gemacht: Von einem "guten Gefühl" ist die Rede nach der ersten Jamaika-Runde von Union, FDP und Grünen. In den kommenden Tagen folgen weitere Gespräche nun Schlag auf Schlag. Allerdings ist der Weg bis zu einem Koalitionsvertrag noch lang und steinig.mehr...

Nach ersten Gesprächen

Jamaika: "Gutes Gefühl", aber steiniger Weg

Berlin Ein Anfang ist gemacht: Von einem "guten Gefühl" ist die Rede nach der ersten Jamaika-Runde von Union, FDP und Grünen. In den kommenden Tagen folgen weitere Gespräche nun Schlag auf Schlag. Allerdings ist der Weg bis zu einem Koalitionsvertrag noch lang und steinig.mehr...

Urteil naht

13 Jahre Haft gefordert: Camperin vergewaltigt?

BONN 156 Monate Freiheitsentzug – das fordert die Staatsanwaltschaft im Fall gegen einen 31-Jährigen. Dieser soll im April in der Nähe von Bonn eine junge Frau bedroht und vergewaltigt haben. Am Donnerstag soll das Urteil fallen. Der Angeklagte hat zum Vorfall eine völlig andere Sichtweise.mehr...

Politik

Sachsens Regierungschef Tillich wirft nach Wahlschlappe hin

Dresden (dpa) Bei der Bundestagswahl jubelte die AfD in Sachsen - und löste die CDU als stärkste Kraft im Freistaat ab. Nun zieht Regierungschef Tillich persönliche Konsequenzen. Seine CDU wird kalt erwischt.mehr...