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Brutaler Check und Schiri-Ärger: Hitziger Playoff-Start

München. Münchens Eishockey-Profi Pinizzotto sorgt mit einem überharten Einsteigen gegen Nationalspieler Plachta für den Aufreger beim Auftakt zu den Halbfinal-Playoffs. Mannheims Trainer Bill Stewart kritisiert die Schiedsrichter hart, die DEL sperrt Pinizzotto.

Brutaler Check und Schiri-Ärger: Hitziger Playoff-Start

Der EHC München setzte sich im ersten Halbfinale gegen die Adler Mannheim durch. Foto: Andreas Gebert

Ein böses Foul und heftige Schiedsrichter-Kritik haben den Auftakt der Halbfinal-Playoffs in der Deutschen Eishockey Liga überschattet. 

Ein brutaler Check von Münchens Deutsch-Kanadier Steve Pinizzotto im ersten Spiel der Best-of-Seven-Serie gegen Adler Mannheims Nationalspieler Matthias Plachta rückte das eigentlich hochklassige 4:2 des Titelverteidigers in den Hintergrund. Pinizzotto wurde von der Deutschen Eishockey Liga (DEL) am Freitag für fünf Spiele gesperrt, dennoch ist die Stimmung vor dem zweiten Spiel am Samstag (19.00 Uhr) in Mannheim aufgeladen.

Vor allen Mannheims Trainer Bill Stewart fand nach der Niederlage deutliche Worte in Richtung Schiedsrichter-Team. „Ihre Leistung war heute katastrophal“, schimpfte der Kanadier im Rhein-Neckar Fernsehen. „Die zwei Hauptschiedsrichter haben aus einem Spiel mit zwei hart agierenden Mannschaften einen Zirkus gemacht.“

Vor allem der heftige Ellbogencheck von Münchens Bad Boy Pinizzotto gegen Olympia-Silbermedaillengewinner Plachta in der 47. Minute machte Stewart wild. Der am Kopf getroffene Mannheimer blieb minutenlang benommen auf dem Eis liegen und musste danach, gestützt von zwei Spielern, in die Kabine. Es gehe ihm „den Umständen entsprechend“, sagte Mannheims Pressesprecher Adrian Parejo am Karfreitag bei Sport1. Ein weiterer Einsatz in der Serie gegen München sei aber „mehr als fraglich“.

Wiederholungstäter Pinizzotto, der in der Vergangenheit bereits durch brutale Foulspiele auf sich aufmerksam machte, bekam nur eine Zwei-Minuten-Strafe. „Ein Witz. Das ist nicht zu akzeptieren“, monierte Stewart. Direkt nach dem Spiel äußerten sich viele  Eishockey-Fans erbost in den sozialen Medien und plädierten für eine lange Sperre Pinizzottos. Am Abend teilte die DEL mit, Pinizzotto werde für fünf Spiele gesperrt. „Nach Ansicht der Beweismittel ist der Disziplinarausschuss der Ansicht, dass hier ein Check gegen den Kopf oder Nacken gemäß IIHF Regel 124 vorliegt“, hieß es.

Die DEL hatte zuvor angekündigt, auch das Verhalten des Deutsch-Kanadiers auf der Strafbank prüfen zu wollen. Pinizzotto hatte sich nach dem Foul auf der Strafbank ein verbales Duell mit Mannheims David Wolf geliefert, welches er nach Ablauf der Strafe auch noch mit den Fäusten fortsetzen wollte. Wolf fuhr jedoch von dannen, während Pinizzotto eine 10-Minuten-Disziplinarstrafe erhielt.

Deutlich ruhiger verlief das erste Halbfinalspiel in Berlin. Mit 5:1 gegen die Nürnberg Ice Tigers sorgten die Eisbären für einen perfekten Start in die Serie. „In den ersten zehn Minuten waren wir etwas nervös und haben den einen oder anderen Konter zugelassen“, sagte Berlins Trainer Uwe Krupp. „Aber mit dem ersten Tor kam Sicherheit in unser Spiel, danach sind wir fünfzig Minuten marschiert, haben unser Spiel gespielt und einen guten Job gemacht.“ Das zweite Spiel findet am Samstag (16.30 Uhr) in Nürnberg statt.

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