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Buckelwal erneut vor Rügens Küste gesichtet

Stralsund (dpa) Der Buckelwal in der Ostsee ist erneut vor der Küste Rügens und zuvor auch in dänischen Gewässern gesichtet worden. Er sei am Sonntagabend vor Lohme im Nordosten der Insel Rügen aufgetaucht, bestätigte das Stralsunder Meeresmuseum einen Bericht von Antenne Mecklenburg-Vorpommern.

Buckelwal erneut vor Rügens Küste gesichtet

Ein Buckelwal springt aus dem Wasser. (Archivfoto)

Die Mitarbeiterin im Schweinswal-Projekt des Museums, Kathrin Krügel, sagte der Deutschen Presse-Agentur dpa, anhand von Fotos sei man «zu 99 Prozent» sicher, dass es sich um dasselbe Tier handele, das am 25. Juli von Kap Arkona aus beobachtet und fotografiert worden war. Buckelwale seien an der Finne - der Rückenflosse - zu identifizieren, die bei jedem Tier individuelle Einkerbungen aufweise.

Der Buckelwal ist nach den Worten der Meeresmuseums-Biologin Anja Brandecker in den vergangenen Tagen auch vor der polnischen Küste gesichtet worden. Dass er jetzt wieder vor Rügen auftauchte, lasse hoffen, dass er auf dem Rückweg in den Atlantik sei. Der dänische Walforscher Carl Kinze sagte der dpa, der Wal sei an der Nordostküste Dänemarks und zuletzt an der Nordwestspitze der Insel Bornholm gesehen worden. «Wir vermuteten schon, dass er weiter nach Schweden schwimmen würde», sagte Kinze. In der Tat könnte es sein, dass der Wal jetzt die richtige Richtung aus der Ostsee heraus einschlage. «Aber im Prinzip ist alles möglich», sagte Kinze. Den Trieb, nach Süden, in wärmere Gewässer, zu schwimmen, werde das Tier erst Ende August/Anfang September bekommen.

Dem Rundfunkbericht zufolge beobachteten Hunderte Schaulustige am Strand von Lohme den rund zwölf Meter langen Wal. Touristen und Fischer hätten von Booten aus Fotos des Meeressäugers gemacht. Einige berichteten, dass der Wal eine etwa zwei Meter lange Schnittwunde habe. Anja Brandecker sagte, auf den Fotos sei nur eine Narbe hinter der Rückenfinne zu sehen gewesen. Kinze meinte, wenn es ein echter neuer Kratzer sei, könne sich der Wal den vom Meeresboden oder auch von einem Schiff geholt haben. Natürliche Feinde wie Schwertwale oder Haie, die Buckelwale angreifen, gebe es in der Ostsee nicht. Der einzige Feind sei der Mensch.

Bislang ist unklar, ob der noch junge Buckelwal sich bei der Futtersuche in die Ostsee verirrt hat oder aus Neugier auf Entdeckungstour gegangen ist. Jugendliche Buckelwale sind Experten zufolge unternehmungslustig. Kinze vermutete, möglicherweise sei das Tier großen Heringsschwärmen in die Ostsee gefolgt. Insgesamt reicht Walforschern zufolge das Nahrungsangebot in der Ostsee für Buckelwale nicht aus. Buckelwale (Megaptera novaeangliae) leben weltweit in allen Ozeanen, im Sommer meist in den Polarregionen, im Winter in subtropischen Gewässern.

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