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Bücherei stellt sich mit neuem Konzept auf

Schlechte Bix-Beurteilung

Schlechte Platzierungen im Bibliotheksindex (BIX) ist die Stadtbücherei gewohnt. Und auch die Wertung 2014 macht da keine Ausnahme: Die Wittener Bücherei steht im Ranking auf dem letzten Platz. Ein schlechte Note, die die Bücherei bewusst in Kauf genommen hat. Denn die Teilnahme am BIX ist freiwillig.

WITTEN

, 17.07.2014
Bücherei stellt sich mit neuem Konzept auf

Die Wittener Stadtbücherei will sich auch an den schlechten Ergebnissen des Bibliotheksindexes orientieren.

„Man muss einfach sehen, dass längst nicht alle Bibliotheken an dem Bix teilnehmen. Wer weiß, dass er schlecht ist, nimmt nicht teil“, ordnet die Büchereileiterin Christine Wolf die Wertung ein. Für sie ist die jüngste Berurteilung durch den BIX vor allem eine Chance. „Wir haben bewusst teilgenommen, um vor dem Umzug noch einmal unsere Stärken und Schwächen zu sehen. Daraus können wir lernen und für den Neubau Konsequenzen ziehen“, sagt Wolf. Die Schwächen sind die selben wie in den Vorjahren: „Zu wenig Besucher, zu wenig Ausleihen, zu wenig Veranstaltungen.“

Und die Erneuerungsquote ist zu gering. Das heißt, im Verhältnis zum Bestand werden zu wenig neue Medien gekauft. „Und das, obwohl wir noch einen guten Medienetat haben“, sagt Wolf. Besser würde es schon, wenn der Medienbestand optimiert würde. Wenn alte, beschädigte Bücher zum Beispiel aus dem Bestand genommen würden oder der Bestand aktualisiert würde. „Und das muss im Sinne einer öffentlichen Bibliothek geschehen“, sagt Wolf und beschreibt das Ziel: „Wir wollen eine Bücherei in Witten für Wittener sein." Die Bücherei liegt auch in puncto Internet-Arbeitsplätze zurück. Doch daran wird sich erst etwas ändern, wenn der Neubau am Märkischen Museum bezogen ist. Von dem neuen Gebäude verspricht sich Wolf viel: „Die Aufenthaltsqualität ist viel höher, wir können mehr Veranstaltungen machen.“

Und man müsse natürlich mit den Angeboten auf geänderte gesellschaftliche Bedingungen eingehen: Darauf, dass Kinder bis in den späten Nachmittag in der Schule sind, und darauf, dass Mütter vermehrt arbeiten. Dass ein Neubau zu einer guten Entwicklung für eine Bücherei führen kann, zeige sich in Hattingen. Mit dem Umzug habe sich dort die Zahl der Entleihungen auf 5,6 pro Einwohner erhöht haben. Jeder Wittener leiht im Schnitt nur 2,7 Medien im Jahr aus. Mit den Erkenntnissen aus dem jüngsten BIX will Wolf nun an dem Konzept für die neue Bücherei arbeiten: „Vor dem Umzug stellen wir uns der Bewertung nicht mehr, da konzentrieren wir uns auf die neue Bücherei.“

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