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Bürger protestierten gegen Neonazi-Kundgebung

Wittener Rathausplatz

70 Mitglieder und Sympathisanten der rechtsextremen Autonomen Nationalisten kamen am Samstag nach Witten. Dort sahen sie sich bei ihrer Kundgebung auf dem Wittener Rathausplatz mit rund 200 protestierenden Bürgern und Gruppierungen konfrontiert.

WITTEN

von Von Susanne Linka

, 29.08.2010

Erst gegen 17 Uhr konnte die Polizei die rechten Kundgebungsteilnehmer, die mit dem Zug aus Dortmund gekommen waren, zu ihrer Veranstaltung begleiten. Zuvor waren sie durchsucht worden, um sicherzustellen, dass sie keine Waffen dabei hatten.

  Mit Vuvuzelas, Kochtöpfen und Trillerpfeifen sorgten ihre Kritiker für einen lautstarken Empfang, in dem die Gesänge der Rechten fast untergingen. Es soll sich um verbotenes Liedgut gehandelt haben. Doch die Polizei entschloss sich, die Veranstaltung nicht abzubrechen.Die Polizei nahm am Rande der Veranstaltung drei junge Wittener Gegendemonstranten in Gewahrsam. Sie sollen rohe Eier auf das Fahrzeug der Autonomen Nationalisten geworfen haben.

Zu Beginn der nationalistischen Kundgebung läuteten die Glocken der benachbarten Johanniskirche, die zu einem ökumenischen Friedensgebet als Gegenveranstaltung eingeladen hatte, eine gute halbe Stunde. Eine volltönende, mahnende Erinnerung an die Nazi-Verbrechen, die bei allen Kritikern der Kundgebung bestens ankam. Ihre Teilnehmer überbrückten diese Zeit dagegen verärgert mit lauter Rockmusik.