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Bürger sehen keine Chance auf SPD-Kanzlerschaft

Berlin (dpa) Angesichts der Querelen in der SPD sieht die große Mehrheit der Bürger laut einer Umfrage keine Aussicht für einen Machtwechsel unter Führung der Partei.

Bürger sehen keine Chance auf SPD-Kanzlerschaft

Ob Steinmeier (Foto), Beck oder ein anderer Kandidat - die Mehrheit der Bürger glaubt nicht, dass die SPD den nächsten Kanzler stellt.

Nur 20 Prozent der Befragten insgesamt und 36 Prozent der SPD-Anhänger sind der Ansicht, dass «die SPD Chancen hat, den nächsten Bundeskanzler zu stellen», wie der am Donnerstag veröffentlichte ARD-«Deutschlandtrend» ergab. Gutes Führungspersonal sehen in der SPD jeweils nur etwa ebenso viele. 62 Prozent der Bürger wünschen sich aber, «dass die SPD eine wichtigere Rolle spielt als zur Zeit»; bei den SPD-Anhängern sind es 89 Prozent. Die nächste Bundestagswahl findet regulär 2009 statt.

Wenn bereits am kommenden Sonntag gewählt würde, verlöre die SPD gegenüber der gleichen Infratest-dimap-Umfrage von Anfang Juli einen Punkt und käme auf 24 Prozent. Die Union würde bei 36 Prozent verharren, die FDP bei 12 und die Grünen bei 11. Die Linke könnte sich um einen Punkt auf 14 Prozent verbessern. SPD, Grüne und Linke lägen zusammen mit 49 Prozent vor Union und FDP mit 48 Prozent.

Bei der Frage, wen sie sich als Kanzler wünschen, konnte Außenminister Frank-Walter Steinmeier als ein möglicher SPD-Kandidat seinen Abstand zu Amtsinhaberin Angela Merkel verringern: Der SPD- Vize würde 35 Prozent erreichen (plus 6), Merkel 49 Prozent (minus 8). Zugleich bleibt Steinmeier mit 69 Prozent beliebtester Politiker vor Merkel mit 67 und Finanzminister Peer Steinbrück mit 53 Prozent. SPD-Chef Kurt Beck erreicht 23 Prozent (plus 5), CSU-Chef Erwin Huber 20 Prozent.

Infratest dimap interviewte telefonisch 1001 repräsentativ ausgewählte Wahlberechtigte, für die Sonntagsfrage 1501. Die Fehlertoleranz wurde je nach Häufigkeit der Nennung mit 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten angegeben.

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