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Bürgerschützen Mengede zeichnen Mitglieder aus

Mengede Nach einem spannenden Vogelschießen nahmen für den Bürger-Schützen-Verein Mengede die erhebenden Momente nicht ab. Jubilare rückten in den Mittelpunkt.

von Von Karlheinz Bohnmann

, 25.08.2008
Bürgerschützen Mengede zeichnen Mitglieder aus

Die ausgezeichneten Schützen standen am Samstagabend im Mittelpunkt.

Der 103. Königsschuss beim Vogelschießen der Mengeder Bürgerschützen war zwar der entscheidende Treffer, aber der Vogelrumpf blieb an der Eisenstange, die ihn gehalten hatte, wie ein Haken hängen, so dass er erst einmal "befreit" werden musste, ehe ihn der neue König Reinhold Schlesing strahlend in die Höhe recken konnte.Wie der Vater so der Sohn

Der ehemalige Polizei-Hauptkommissar hatte mit 64 Jahren das erreicht, was seinem Vater gleichen Vornamens bereits 1987 mit 83 Jahren gelungen war. Wie sich die Kreisvorsitzende Gisela Eckey (Nette) erinnerte, hatte Reinhold II., der zusammen mit seiner Ehefrau Renate "regiert", schon damals Königsambitionen, hatte aber seinem Vater den Vortritt gelassen.

Bevor der Vogel für die Bewerber um die Majestätenwürde freigegeben wurde, sicherten sich Heinrich Ellinghaus mit dem 44. Schuss die Krone und Jürgen Karlshaus mit dem 84. Schuss das Zepter und mit dem 482. Schuss auch den rechten Flügel. Der Apfel ging an Andreas Grehl (173. Schuss) und der linke Flügel an Walter Böhle (296. Schuss).

Mini-Umzug

Die Proklamation erfolgte am Abend nach einem Mini-Umzug vom "Alten Markt" und nach einer Kranzniederlegung am Ehrenmal an der Adalmundstraße. Ehrenvorsitzender Wilfried Jürgens, der die Zeremonie vornahm, bedauerte, dass laut behördlicher Vorschrift nur mit Kleinkaliber geschossen werden durfte. Er bat Reinhold II. und Renate I., die mit der Königskette aus dem Jahr 1745 und dem Königinnen-Diadem dekoriert wurden, "diese Zeichen der Würde ... im Sinne von Tradition und Brauchtum" zu tragen.

Schirmherr Paul Gausepohl vermutet, dass der Schützenverein Mengedes ältester Verein sein dürfte. Auf einen Vogel auf der Stange hätten schon die Germanen geschossen. Und er betonte, die Bruderschaften, die diese Traditionen im Mittelalter fortsetzen, seien "echte Notgemeinschaften gewesen, die aus den Bedürfnissen des Alltags und des Lebenskampfes entstanden."

Im Rahmen des offiziellen Teils wurden Reinhold Schlesing, Walter Böhle, Jürgen Karlshaus und Jürgen Möller mit Ehrennadeln, Elke Möller und Gottfried Heuser und - in Abwesenheit - Alfred Deinet und Karl-Heinz Hubbert mit Verdienstnadeln des Westfälischen Schützenkreises ausgezeichnet. Die Verleihung nahmen die Kreisvorsitzende Gisela Eckey und Kreiskönig Wolfgang Fröhling vor.

Gut besuchte Disco

Das Schützenfest, das am Freitag mit der Verabschiedung des alten Königspaares und einer gut besuchten Disco eröffnet worden war, endete am Sonntag mit einem Kaffeetrinken und einem "Frühschoppen".