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Unglück in Schleswig-Holstein

Bundespolizei-Hubschrauber stürzt ab - 2 Tote

Bimöhlen Ein Hubschrauber der Bundespolizei mit drei Mann Besatzung ist am Donnerstagabend am Rand von Bimöhlen in Schleswig-Holstein abgestürzt. Zwei Insassen starben, der Pilot überlebte schwer verletzt. Der Hubschrauber stürzte nur wenige Meter neben einem Fußballplatz ab, auf dem noch gespielt wurde.

Bundespolizei-Hubschrauber stürzt ab - 2 Tote

Mitarbeiter der Bundespolizei und der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) untersuchen das Hubschrauberwrack. Foto: Christian Charisius

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) zeigte sich nach dem tödlichen Hubschrauberabsturz erschüttert. "Meine Gedanken und mein tief empfundenes Beileid ist bei den Angehörigen der ums Leben gekommenen und des schwer verletzten Kollegen". ließ der Minister gestern Abend mitteilen. Er kündigte an, heute zum Unglücksort zu reisen, um sich ein Bild von der Lage zu machen.

Co-Pilot und Begleiter sterben

Der Hubschrauber ist nach Angaben eines Unfallermittlers aus etwa 120 bis 130 Meter Höhe abgestürzt. Das hätten Zeugen berichtet, sagte Axel Rokohl von der Braunschweiger Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) an der Unfallstelle am Ortsrand von Bimöhlen in Schleswig-Holstein. 

Die Wetterverhältnisse seien nicht besonders schlecht, sondern für einen Hubschrauberflug eher gut gewesen. Die Unfallursache sei noch nicht geklärt. Zunächst müssten der Flugschreiber und der Stimmrekorder ausgewertet werden. Bei dem Absturz des Eurocopters EC 135 waren der 33-jährige Copilot und ein 42 Jahre alter Insasse ums Leben gekommen. Der 31-jährige Pilot überlebte schwer verletzt. Der Absturz ereignete sich gegen 20 Uhr.

Absturz nur knapp neben Straße und Fußballfeld

Der Hubschrauber stürzte auf einen Acker nur etwa 20 Meter von einer Straße entfernt, die nach Bimöhlen führt, unweit des Ortsschildes. Nur einige Hundert Meter entfernt liegt nach Angaben der Polizei ein Fußballplatz, wo zum Zeitpunkt des Absturzes noch gespielt wurde.

Die Bergungsarbeiten dauerten am späten Abend an. Die beiden Toten hätten noch im Wrack festgesteckt, sagte eine Polizeisprecherin. Auf ersten Bildern war der am Boden liegende völlig zerstörte Hubschrauber zu sehen. Nach Informationen der «Kieler Nachrichten» soll der Pilot kurz vor dem Absturz noch einen Funkspruch abgesetzt haben, der allerdings nicht mehr verstanden wurde.

Der Hubschrauber gehörte zur Fliegerstaffel Fuhlendorf in Schleswig-Holstein. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei befand sich der relativ kleine Hubschrauber auf einem Nacht-Übungsflug.

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