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Bundespolizei beschwerte sich über die Ausstellung im Bahnhof

World Press Photo

BOCHUM Nicht nur Bürgern stießen einige Fotos der vorzeitig beendete World Press Photo Ausstellung im Bochumer Hauptbahnhof unangenehm auf. Auch von Seite der am Bahnhof zuständigen Bundespolizei ging eine Beschwerde beim Ordnungsamt ein.

von Von Benedikt Reichel

, 09.08.2010
Bundespolizei beschwerte sich über die Ausstellung im Bahnhof

Die World Press Photo Ausstellung wurde vorzeitig beendet.

Die Behörde informierte den Bahnhofsmanager und das Jugendamt und stellt nun nochmals klar: Von Seiten der Stadt habe es zu keinem Zeitpunkt eine Empfehlung geschweige denn ein Verbot gegeben.

„Der Leiter des Hauptbahnhofs hat selbst etliche Anrufe und Beschwerden bekommen“, betont Reinhard Firlej, Leiter des Ordnungsamt. Aufgrund dieser Beschwerden habe er die Ausstellung vorzeitig beendet. Ordnungsrechtlich sei gegen die Ausstellung nichts einzuwenden gewesen. Der Bahnhof ist öffentlicher Raum, die Bilder sind Ausdruck der Meinungs- und Pressefreiheit. So rief Firlej neben dem Bahnhofsmanager noch den Leiter des Jugendamtes an.   Dort war die Verwaltung bereits informiert. „Auch bei uns gab es Beschwerden gegen die Ausstellung“, sagt Birgit Zimmermann. Sie selbst war vor Ort, um sich ein Bild von den Bilder zu machen. Ihre ganz persönliche Meinung: „Ich bin ganz froh, dass die Bilder nicht mehr gezeigt werden.“

Das ist ihre persönlich Meinung. Eine Stellungnahme des Amtes gibt es nicht. „Wir waren im Meinungsbildungsprozess“, so Zimmermann. Strittig sei gewesen, ob die Fotos dem Auftrag des Amtes – den Schutz der Jugend zu gewährleisten – entgegenstünden. Es gab unterschiedliche Meinungen. Fakt ist: Die Ablichtungen verstoßen nicht eindeutig gegen das Jugendschutzgesetz. Zwar werde Gewalt dargestellt, aber nicht zum Selbstzweck, so Zimmermann. Eine abschließende Prüfung hat es nach Abbau der Ausstellung nicht mehr gegeben.