Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Bundeswehr hebt Waffenversteck in Afghanistan aus

Kabul/London/Berlin (dpa) Die Bundeswehr hat nach einem «Spiegel»-Bericht ein umfangreiches Waffenversteck in Afghanistan ausgehoben.

Bundeswehr hebt Waffenversteck in Afghanistan aus

Taliban-Kämpfer machen Afghanistan auch den Westen Afghanistans unsicher. (Archivbild)

In dem Depot rund 120 Kilometer westlich vom Bundeswehr-Feldlager Masar-i-Scharif hätten 1100 Mörsergranaten, Treibladungen und Zündmittel gelagert, schreibt das Magazin unter Berufung auf Offiziere. 400 Granaten seien bei der Aktion Mitte Juli an Ort und Stelle gesprengt worden. Beteiligt war demnach auch das Bundeswehr- Elite-Kommando Spezialkräfte (KSK). Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam bestätigte am Samstag lediglich, dass ein Waffenlager ausgehoben wurde.

Bei einem Anschlag auf eine Hochzeitsgesellschaft in der südlich gelegenen Provinz Kandahar wurden am Samstag die Braut, der Bräutigam und acht weitere Menschen getötet, darunter auch Kinder. Sechs Menschen wurden verletzt, als eine Bombe den Bus mit den Feiernden zerstörte, wie die Polizei mitteilte. Im Westen des Landes in Zaranj riss am Freitag ein Selbstmordattentäter drei Menschen, darunter ein Kind, mit in den Tod, als er laut Polizei einen Sprengstoffgürtel zündete. Fünf andere wurden verletzt.

Das britische Militär hat offenbar Beweise, dass in Afghanistan auch Briten an der Seite von islamischen Extremisten gegen ihre Landsleute kämpfen. Im Gegenzug erhielten sie in Afghanistan und in Pakistan Unterstützung bei der Vorbereitung von Terroranschlägen in Großbritannien, sagte der frühere Oberkommandierende der britischen Streitkräfte, Ed Butler, der Zeitung «Daily Telegraph».

Das Militär verfüge über Beweise dafür, dass britische Muslime die Taliban-Extremisten und auch die Terrororganisation El Kaida im Süden Afghanistans aktiv bei Angriffen auf Koalitionstruppen unterstützen, sagte Butler. «In Orten wie Kandahar stößt man auf Leute, die britische Pässe haben und im Vereinigten Königreich wohnen.»

Ein Talibansprecher sagte, der Anschlag in Zaranj habe sich gegen einen örtlichen Geheimdienstchef gerichtet. Auch Sicherheitsleute seien dabei getötet worden. Die Sicherheitsbehörden wiesen diese Darstellung zurück. Die Dachorganisation von rund 100 internationalen und einheimischen Hilfsorganisationen in Afghanistan ACBAR hatte am Freitag die Konfliktparteien zu mehr Vorsicht aufgerufen, nachdem im Juli so viele Zivilisten getötet wurden wie in keinem anderen Monat seit dem Sturz der radikalislamischen Taliban Ende 2001.

Das Innenministerium in Kabul berichtete, dass in der südöstlichen Provinz Paktika drei Talibankämpfer getötet wurden, als eine Bombe, die sie am Straßenrand verstecken wollten, vorzeitig explodierte.

Zudem wurde im Osten des Landes am Freitag der Verwaltungschef des Marori-Distriktes in der Provinz Kunar entführt. Die Taliban bekannten sich zu der Tat. Der Provinzgouverneur bestätigte am Samstag, dass der Mann verschwunden sei. Er konnte aber nicht sagen, ob die Taliban die Tat begangen haben oder ob Stammesstreitigkeiten der Auslöser waren.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Anschlag der Taliban

Sechs internationale Soldaten in Afghanistan getötet

KABUL Beim schwersten Anschlag auf ausländische Truppen seit dem Ende des Nato-Kampfeinsatzes in Afghanistan sind kurz vor Weihnachten sechs internationale Soldaten getötet worden. Über die Nationalität der Opfer wurde zunächst nichts bekannt.mehr...

Hotel in der Nähe internationaler Organisationen

UN: Mindestens 14 Tote nach Geiselnahme in Kabul

KABUL Bei einer Geiselnahme in einem Gästehaus in Kabul sind in der Nacht zum Donnerstag nach Angaben der UN 14 Menschen getötet worden. 54 Menschen seien bei der Erstürmung des Gebäudes durch afghanische Sicherheitskräfte gerettet worden, so die Polizei. Wie viele Angreifer es gegeben hat, ist unklar.mehr...

Politik

Nato-Außenminister beraten über Afghanistan und Ukraine

Belek (dpa) Die Außenminister der 28 Nato-Staaten wollen bei einem Treffen im türkischen Badeort Belek über weitere Möglichkeiten der Kooperation mit Krisenstaaten wie Afghanistan und der Ukraine beraten.mehr...

Politik

Mindestens 14 Flüchtlinge in Mazedonien von Zug überrollt

Belgrad (dpa) Mindestens 14 Flüchtlinge sind auf einer Bahnstrecke in Mazedonien von einem Zug überrollt und getötet worden. Sie gehörten nach Angaben der Staatsanwaltschaft zu einer Gruppe von rund 50 Migranten vor allem aus Afghanistan und Somalia, die in der Nacht auf den Schienen unterwegs waren.mehr...

Politik

Taliban wollen am Freitag mit Frühjahrsoffensive beginnen

Kabul (dpa) Die Taliban haben für Freitag den Beginn ihrer ersten Frühjahrsoffensive seit dem Ende des offiziellen Nato-Kampfeinsatzes in Afghanistan angekündigt. Die Operation «Asm» (Entschlossenheit) werde um 5.00 Uhr am 24. April beginnen, teilten die Aufständischen mit.mehr...

Politik

«Spiegel»: Dokumente belegen Drohnensteuerung über Ramstein

Berlin (dpa) Die US-Armee wickelt laut «Spiegel» praktisch alle tödlichen Drohnenangriffe zum Beispiel in Afghanistan oder Somalia über ihren Stützpunkt in Ramstein ab. Das belegten erstmals Dokumente aus den USA, die ihm und dem Internetportal «The Intercept» vorliegen, schreibt das Magazin.mehr...