Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Bundesweite Stadionverbote für Fußballfans sind zulässig

Karlsruhe. Gewalttätige Auseinandersetzungen unter Fans begleiten viele Fußballspiele. Liga und Vereine reagieren auch mit bundesweiten Stadionverboten. Ein betroffener Fan ist bis vor das Bundesverfassungsgericht gezogen.

Bundesweite Stadionverbote für Fußballfans sind zulässig

Nach einem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts sind bundesweite Stadionverbote zulässig. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild

Bundesweite Stadionverbote für Fußballfans sind nach einem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts zulässig.

Diese dürften aber mit Blick auf das Gleichheitsgebot nicht willkürlich festgesetzt werden und müssten auf einem sachlichen Grund beruhen, entschied der Erste Senat in einem veröffentlichten Beschluss vom 11. April. Für ein Stadionverbot reiche aber schon die Sorge, dass von einer Person die Gefahr künftiger Störungen ausgehe.

Ein Anhänger des FC Bayern München hatte die Verfassungsbeschwerde eingereicht. Er hatte 2006 im Alter von 16 Jahren ein Heimspiel des MSV Duisburg gegen Bayern München besucht. Nach Abpfiff kam es zu Auseinandersetzungen unter den Fangruppen, in denen sich auch der Jugendliche befand. Gegen den 16-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruch eingeleitet und später wegen Geringfügigkeit eingestellt. Der MSV Duisburg sprach ein bundesweites Stadionverbot bis Ende 2008 aus und erhielt das auch nach der Einstellung des Verfahrens ohne Anhörung aufrecht. Inzwischen sehen die Richtlinien eine Anhörung vor, bevor ein Stadionverbot ausgesprochen wird.

Der Verein handelte im Namen des DFB, des Ligaverbandes und aller Bundesligavereine, die sich zur Ausübung des Hausrechts gegenseitig bevollmächtigt hatten. Der FC Bayern München schloss den jungen Mann nach der Entscheidung aus dem Verein aus und kündigte seine Dauerkarte. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte das Stadionverbot bestätigt, weil es sich auf einem sachlichen Grund stütze. Der Veranstalter müsse aber ausschließen, dass ein Verfahren offensichtlich willkürlich oder aufgrund von falschen Tatsachenbehauptungen eingeleitet wurde, entschied der BGH.

Bayern-Trainer Jupp Heynckes begrüßte die Entscheidung des Gerichts. „Ich finde das gut, dass Maßnahmen ergriffen werden, damit solche Chaoten vom Stadion ferngehalten werden. Ich unterstütze solche Maßnahmen ganz extrem“, sagte der 72 Jahre alte Heynckes in München.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Erste Bundesliga

Gehen oder bleiben: Kiel und VfL vor Rückspiel gelassen

Kiel. Der Zweitliga-Dritte Holstein Kiel und der Bundesliga-16. VfL Wolfsburg spielen um den letzten Startplatz in der Fußball-Beletage. Der VfL kommt mit einem 3:1 aus dem Hinspiel nach Kiel. Egal, wie es ausgeht: Nach dem Spiel ändert sich in den Teams viel.mehr...

Erste Bundesliga

Wolfsburg droht auch in Rückspiel Ausfall von Didavi

Kiel. Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg droht auch im Relegations-Rückspiel ein Ausfall von Spielmacher Daniel Didavi. Der 28-Jährige habe nach wie vor mit Problemen in der Achillessehne zu kämpfen und sei nicht mit dem Team nach Kiel geflogen, wie der „Sportbuzzer“ berichtet. mehr...

Erste Bundesliga

Lockerheit statt Anspannung: Wolfsburg und Kiel gelassen

Kiel. Es scheint, als sei alles klar. Erstligist Wolfsburg liegt nach dem Relegations-Hinspiel mit 3:1 vorn. Doch Gegner Kiel verspricht einen Sieg. Ob der aber auch für die Bundesliga reicht?mehr...

Erste Bundesliga

Dortmund verpflichtet Torhüter Marwin Hitz

Dortmund. Borussia Dortmund hat Marwin Hitz verpflichtet. Wie erwartet, wechselt der 30 Jahre alte Torhüter ablösefrei vom Ligakonkurrenten FC Augsburg zum Revierclub. Der Schweizer unterschrieb einen Vertrag bis 2021 und ist der erste Neuzugang des Bundesligisten für die kommende Saison.mehr...

Erste Bundesliga

Holstein-Trainer will zum Abschied Sieg gegen Wolfsburg

Kiel. Fußball-Zweitligist Holstein Kiel will dem Erstligisten VfL Wolfsburg im Kampf um den letzten Startplatz in der Fußball-Bundesliga im Relegations-Rückspiel zumindest eine Niederlage zufügen.mehr...