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Bunte Farbe gegen dunkle Tage: Regenschirme setzen Akzente

Essen (dpa/tmn) Schlechtes Wetter sorgt bei den meisten Menschen für schlechte Laune. Da ist es kein Wunder, dass Regenschirme zu den unbeliebten Accessoires gehören. Lange wurden Regenschirme deshalb von der Modewelt vernachlässigt. Doch es gibt einzelne Farbtupfer.

Denn ein bunter Regenschutz kann gerade bei trübem Schmuddelwetter die Stimmung heben. Das haben die Designer der neuen Kollektionen beherzigt.

«Es ist leider so, dass Schirme mehr nach praktischen als nach modischen Kriterien gekauft werden», bedauert Willy Schüffler vom Verband Deutscher Schirmfachgeschäfte (VDS) in Essen. Möglichst klein, handlich und leicht soll ein Regenschirm heute sein. Und auch der Preis spielt offenbar so gut wie immer eine große Rolle: «Der billige Wegwerfschirm hat in Deutschland einen Marktanteil von 97 Prozent und wird in den meisten Fällen in einfallslosen Unistoffen hergestellt.»

Dabei gibt es sie durchaus, die schicken, bunten oder modischen Schirme, die das Schlechtwetter-Outfit aufpeppen. «Gerade im Herbst und Winter kann der Regenschirm als Farbklecks im Styling dienen», sagt Personal Shopper Maria Hans aus Hamburg. «Knallige Farbtöne oder ein aufwendiges Design - zum Beispiel mit aufgestickten Blüten - machen den Schirm zu einem Accessoire, das man fast so nutzen kann wie einen Hut.»

Die Idee, den Look in der kalten Jahreszeit mit einem Schirm abzurunden, ist an sich nicht neu. «Früher wählte man den Schirm aber eher Ton in Ton - passend zur Kleidung», sagt Rainer Gramke, Geschäftsführer von Schirm Oertel in Bremen. Doch die Zeiten haben sich geändert - Accessoires sind wichtiger geworden. Und Schirme können ebenso wie Taschen, Mützen oder Handschuhe Akzente setzen.

Trendige Farben, freche Dessins oder edle Muster sind dafür gefragt. Die Firma Esprit aus Ratingen bei Düsseldorf beispielsweise bedient sich mit «Apple Green», Aubergine, «Berry Pink», «Dark Orange» oder «Rubine Red» einer ganzen Palette neuer Nuancen und kombiniert diese bei vielen Modellen miteinander. In der Kollektion des italienischen Herstellers Moschino dagegen stehen auffällige Drucke im Vordergrund. Rote Herzen prangen da auf rosafarbenem Grund, und Leopardenmuster oder kleine Katzen und Hunde zieren den Regenschutz - getreu dem Motto «It's raining cats and dogs», dem englischen Ausspruch für «Es gießt wie aus Kübeln».

Ein Modell für Extravagante hat der Hersteller Knirps im bayerischen Simbach am Inn aufgelegt. Am Griff des schwarzen Satinschirms, der mit einer Bordüre zum Beispiel in Ecru abgerundet wird, glitzern nicht weniger als 150 echte Swarovski-Kristalle. Aber auch klassische Modelle sind bei dem Unternehmen heute in vielen modischen Farben erhältlich.

Ebenfalls glanzvoll, aber nicht ganz so edel ist der Regenschirm, den der Sharki-Versand aus Emmelshausen bei Koblenz anbietet: Per Knopfdruck blinken knapp 200 kleine LED-Punkte auf dem dunklen Stoff und lassen den Schirmträger selbst bei dunkelstem Schmuddelwetter auffallen. Und das ist es schließlich, was die meisten mit besonderen Accessoires bezwecken.

Kristalle oder Leuchtapplikationen - Designideen fließen auch immer in den Preis ein. Und trotz des besonderen Auftritts mit solchen Modellen würde auch Mode-Expertin Maria Hans selbst nie besonders viel Geld für einen Regenschirm ausgeben: «So ein richtig teurer Schirm ist natürlich eine feine Sache. Aber ich habe die leidvolle Erfahrung gemacht, dass ich ihn dann doch irgendwann wieder irgendwo liegen lasse.»

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