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Bush plädiert in China für Meinungsfreiheit

Peking (dpa) Der amerikanische Präsident George W. Bush hat sich am Freitag in Peking zu Beginn seines Besuches zur Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele erneut für Meinungs- und Religionsfreiheit eingesetzt.

Bush plädiert in China für Meinungsfreiheit

US-Präsident Bush und seine Frau Laura vor ihrem Abflug nach China.

Bei der Einweihung der neuen US-Botschaft in der chinesischen Hauptstadt nannte Bush die Beziehungen zu China «konstruktiv, kooperativ und freimütig». Die USA würden weiterhin offen ihre Überzeugung vertreten, dass alle Menschen die Freiheit haben sollten, ihre Meinung auszusprechen und ungehindert ihre Religion zu wählen.

«Wir sind fest davon überzeugt, dass Gesellschaften, die den freien Ausdruck von Ideen zulassen, dazu neigen, die wohlhabendsten und friedlichsten zu sein», sagte Bush vor den Botschaftsangehörigen. Ein offener Umgang miteinander sei am wirksamsten, wenn Nationen ihre Beziehungen auf Respekt und Vertrauen aufbauten, sagte Bush. An der Einweihung der Botschaft nahm auch sein Vater, Ex-Präsident George Bush, teil, der in den 70er Jahren vor Aufnahme der diplomatischen Beziehungen Missionschef in Peking war.

Auf Einladung von Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao wollte Bush anschließend an einem Mittagessen mit anderen angereisten Staatsoberhäuptern in der Großen Halle des Volkes teilnehmen. Am Nachmittag trifft Bush auch die amerikanische Olympia-Mannschaft, bevor er zur Eröffnungsfeier ins Nationalstadion fährt. Schon vor seinem Besuch in Peking hatte Bush in einer Rede in Bangkok Kritik an der Menschenrechtslage in China geübt. Das Pekinger Außenministerium konterte, niemand solle die Menschenrechte oder Religion benutzen, um sich in innere Angelegenheiten anderer Länder einzumischen.

Die Ankunft von Bush am Donnerstagabend wurde für rund 40 mitreisende Journalisten in einem Begleitflugzeug zur Qual, als der Sonderstatus der Maschine auf dem Pekinger Flughafen ohne Angabe von Gründen plötzlich gestrichen wurde. Die Medienvertreter mussten drei Stunden auf dem Rollfeld warten, bevor sie die Maschine verlassen konnten, verlautete aus der Delegation. Mit der Ankunft zahlreicher Staats- und Regierungschefs hatte der neu erweiterte Pekinger Flughafen am Donnerstag rund 300 spezielle Flüge im Zusammenhang mit Olympia zu bewältigen. Mit 1300 Flügen wurde ein Tagesrekord erreicht. An diesem Freitag wurden rund 100 weitere Flüge mit Sondergästen erwartet.

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