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CDU: Rechnet sich das Technische Rathaus?

WITTEN Die Wogen um das zukünftige Technische Rathaus auf dem Wickmann-Gelände schlagen hoch. Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen die Finanzen und die Wirtschaftlichkeit. Die CDU-Ratsfraktion formulierte eine Anfrage an Bürgermeisterin Sonja Leidemann.

von Von Barbara Zabka

, 14.08.2008
CDU: Rechnet sich das Technische Rathaus?

Rohbau des neuen Technischen Rathauses Foto: Barbara Zabka

Bezugnehmend auf einen Artikel der Ruhr Nachrichten vom 19. Juli und das Zitat „Obwohl die Stadt Miete zahlen muss, rechnet sich das Vorhaben!“

„In Zeiten leerer Kassen hat die Wirtschaftlichkeitsberechnung absolute Priorität. Bürgernähe kommt dann erst an zweiter Stelle“, erläutert CDU-Fraktionsvorsitzender Klaus Noske. „In einer Stadt wie Witten müssen Wünsche stets bezahlbar bleiben!“ Die schriftliche Stellungnahme aus dem Bürgermeisteramt kam prompt. Klaus Noske ist mit dieser Antwort aber keineswegs zufrieden: „Wir haben keine konkrete Antwort auf unsere Fragen erhalten, denn nirgendwo werden Zahlen genannt. Und nach denen haben wir gefragt!“ Mehrkosten oder Kostenersparnis scheint die „Gretchenfrage“ zu sein. Streitpunkt sind 15 000 Euro auf der Gewinn- bzw. auf der Verlustseite.

Von „Schön-Rechnen“ spricht auch Klaus Riepe, Ratsmitglied der WBG. „Kalkulationen für einen begrenzten Zeitraum haben immer einen Haken - das kann man drehen und wenden wie man will. Und Synergie-Effekte sind nicht wirklich greifbar!“ Sonja Leidemann hält dem entgegen, dass bei der damaligen Kostenbetrachtung die Sanierung der Mannesmannstraße 2 unterschiedlich eingeschätzt wurde. „Um ein altes Gebäude zu sanieren muss man viel Geld in die Hand nehmen. Jetzt wird es an einen privaten Investor verkauft!“ Ihrer Meinung nach gab es keine Alternative zum Projekt des „Technischen Rathauses.

Bosch-Rexroth benötigte zur Standort-Sicherung das Schulzgebäude. So wechselte das Baudezernat vorzeitig in die alte Wickmann-Villa. Die Kosten dafür trug das Unternehmen. Neben den Finanzen sieht Sonja Leidemann aber auch wichtige „nichtmonetäre“ Aspekte: Mehr Bürgerservice, kürzere Wege, Kompetenzbündelung. Die Verwaltung ist überzeugt, dass sich der Umzug aufgrund der zu erwartenden Vorteile rechnen wird.