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"Café braucht einen Standort im Zentrum"

WITTEN Die WerkStadt und der Erfolg der KSV-Ringer dürfen durch die Erweiterung von Bosch Rexroth nicht gefährdet werden. Sagen unsere Leser.

von Von Susanne Linka

, 08.10.2007
"Café braucht einen Standort im Zentrum"

Dies ist das Votum unserer Leser, die sich an unserer Online-Abstimmung beteiligt haben. 67,26 % aller 397 Teilnehmer fanden nicht, dass Wirtschaft und Arbeitsplätze Vorrang genießen müssten, wenn es um Standort-Fragen geht. Nur 32,74 % der Leser haben die Meinung vertreten, dass Kultur und Sport - WerkStadt und KSV - sich im Zweifelsfall unterordnen müssten. "Ich finde solche Zuspitzungen ohnehin schwierig und habe mich auch nicht daran beteiligt", räumte gestern Christiane Finner, die Geschäftsführerin der WerkStadt, ein.

Drei Arbeitsplätze

Schließlich seien ja auch in ihrem Kulturzentrum in den letzten Jahren drei Arbeitsplätze entstanden: "Viele verdienen bei uns außerdem als Honorarkräfte einen nennenswerten Beitrag zu ihrem Lebensunterhalt." Auch Kultur sei als Motor der Stadtentwicklung zu betrachten. Andererseits sei aber klar: "Wenn sich bei Bosch eine Riesen-Entwicklung zu Gunsten der Stadt ergibt, sind wir natürlich die letzten, die dem im Wege stehen wollen." In den Herbstferien habe sich nichts Neues ergeben: "Ob Bosch Rexroth unsere Flächen wirklich will, steht ja noch nicht fest", bekräftigt die WerkStadt-Geschäftsführerin. Die Verunsicherung der Öffentlichkeit sei nach ihrer Wahrnehmung recht groß: "Ich werde oft gefragt, ob diese oder jene Veranstaltung denn im nächsten Jahr überhaupt noch bei uns stattfinden könne. Außerdem kursieren auch so viele unwahre Gerüchte: z.B. unser Gebäude sei schon verkauft."

Alternativen

Fest stehe: Für einen Umzug der WerkStadt müsste viel Geld in die Hand genommen werden. Als alternative Standorte wurden mittlerweile neben dem Moll-Gelände und alten Bahn-Aufbereitungshallen auch der Saalbau oder die alte Industriehalle an der Stockumer Straße in Annen - auch als "Panzerhalle" bekannt - genannt. Das letztgenannte Gebäude findet Finner wegen seiner Geschichte und vom Platzangebot her zwar interessant: Aber da an die WerkStadt ja eigentlich das neue städtische Jugendcafé angegliedert werden soll, würde sich in diesem Fall die Auslagerung in den Stadtteil als problematisch erweisen: "Jugendliche wollen einen hippen Veranstaltungsort, und der liegt eher in der Innenstadt."