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73-jähriger Castrop-Rauxeler stürzt im Urlaub von Felswand und stirbt

Tödlicher Unfall

Ein 73-Jähriger aus Castrop-Rauxel ist am Mittwoch bei einer Wanderung in Bayern tödlich verunglückt. Er stürzte 230 Meter in die Tiefe.

Castrop-Rauxel

, 02.08.2018
73-jähriger Castrop-Rauxeler stürzt im Urlaub von Felswand und stirbt

Blick auf den Ort Mittenwald vom Karwendel aus. Hier machte der Castrop-Rauxeler Urlaub. © picture alliance / dpa

Ein 73-Jähriger aus Castrop-Rauxel ist am Mittwoch tödlich verunglückt. Das tragische Unglück passierte während des Familien-Urlaubs in Mittenwald in Bayern. Am Mittwochvormittag brach der 73-Jährige alleine zu einer Bergwanderung auf den Wörner auf. Über die Hochlandhütte und den Wörnersattel kam er gegen 16 Uhr am Gipfel an. Von dort sendete er noch eine Nachricht an seine Ehefrau.

Beim Abstieg gestolpert

Weil er auch bis zum späten Abend nicht in die Unterkunft zurückkehrte, meldete die Ehefrau ihren Mann bei der Polizei als vermisst. Die leitete sofort eine groß angelegte Suchaktion ein. Die Bergwachtbereitschaft Mittenwald, Bergwachthunde und ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera der Polizei waren im Einsatz. In der Nacht zu Donnerstag musste die Suche zunächst ergebnislos abgebrochen werden.

Am Donnerstag brachen die Einsatzkräfte gegen 8 Uhr erneut zu einer Suchaktion auf. Der Polizeihubschrauber entdeckte gegen 9.30 Uhr eine leblose Person in der Felswand am Wörner. Die Polizei konnte den 73-Jährigen nur noch tot bergen. Er war offenbar 230 Meter in die Tiefe gestürzt. Die Polizei vermutet, dass der Mann beim Abstieg gestolpert war, den Halt verloren hatte und deshalb über das steile Felsgelände abgestürzt war. Er lag 230 Meter unterhalb des Weges. Nach Auskunft der Polizei in Mittenwald war der Mann ein erfahrener Berggänger und sportlich. Thomas Rappensberger im Gespräch mit unserer Zeitung: „Das wissen wir auch aus der Pension, wo die Familie jahrelang Urlaub gemacht hat.“ Die Tour von Mittenwald auf den Wörner gilt durchaus als anspruchsvoll, dabei wird eine Höhendifferenz von rund 1580 Metern zurückgelegt (von 900 Meter auf 2480 Meter).

Keine Klettertour

„Keine Klettertour“, sagt Rappensberger, „aber man muss sich schon zwischendurch mit den Händen abstützen.“ Der Verunglückte habe selbstverständlich Bergschuhe getragen. Passieren könne so ein Unglück jedem, der auf einer Bergtour unterwegs sei, bei der Absturzgefahr drohe. Das sei völlig altersunabhängig. Es sei auch nicht bedenklich, dass der 73-Jährige erst gegen 16 Uhr auf dem Gipfel war, die Zeit für den Abstieg hätte dicke gereicht, zumal es ja gerade lange hell ist.

Die hiesige Polizei ist von dem Absturz nicht in Kenntnis gesetzt worden. Sprecherin Ramona Hörst sagt auf Anfrage unserer Zeitung: „Wir werden verständigt, wenn Angehörige zu benachrichtigen sind, in diesem Fall trifft das ja nicht zu.“ Laut Auskunft der Polizei in Mittenwald wollten die Ehefrau und der Sohn nach dem tragischen Unglück heimkehren.

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