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Am 8.8.88 geheiratet und noch immer glücklich

ICKERN Am Freitag drängen sich verliebte Paare auf die Standesämter. Der 8.8. ist ein dankbares Datum für vergessliche Ehemänner - besonders im Jahre 2008. Doch vor 20 Jahren kam die Schnapszahl noch besser. Die Ruhrnachrichten fand ein Paar, das seit zwei Jahrzehnten glücklich ist. Vermählt am 8.8.88.

von Von Christoph Witte

, 07.08.2008

Den ersten Hochzeitstag hatte Karlheinz Theiler prompt vergessen. Und dabei haben er und Ehefrau Christiane ausgerechnet am 8.8.1988 geheiratet. Heute vor 20 Jahren.

„Das Datum fand ich zwar cool, aber des Datums wegen haben wir nicht geheiratet“, erzählt der 41-jährige Systemadministrator gut gelaunt bei einer Flasche Bier und verrät: „Den Termin hat meine Mutter für uns festgesetzt, weil ich beruflich unterwegs war. Meiner Frau habe ich zunächst gar nichts erzählt. Den Antrag habe ich ihr erst später gemacht. Völlig unromantisch. Blumen bekam nur die Schwiegermutter.“

Ein kleines Haus, zwei Kinder Offensichtlich lag er mit seiner Einschätzung, dass sie Ja sagen würde, dennoch richtig. Vier Jahre war er damals mit Christiane zusammen. Kennen gelernt haben sie sich mit 17 im heutigen Isi-Treff bei Christiane Theilers Realschulabschluss-Party. 24 Jahre später sind die beiden immer noch glücklich, haben ein kleines Haus an der Borghagener Straße und zwei Kinder, Julian (17) und Louisa (12).Kirchlich erst später getraut

An ihre Hochzeit zum Schnapszahltag haben die Eheleute gute Erinnerungen. „Es war zwar schon mehr los als normalerweise, aber für uns war es nicht stressig“, blickt die 41 Jahre alte Beamtin zurück. Das Ja-Wort gaben sie sich am 8.8. nur standesamtlich, kirchlich ließen sie sich am 12. August 1988 in St. Barbara trauen.

Die Flitterwochen auf der griechischen Insel Samos konnten sie aber erst ein Jahr später nachholen. Karlheinz Theiler war 1988 nämlich auf einem Lehrgang bei der Bundeswehr und bekam nur wenige Tage Urlaub.

Nur der Schnurrbart ist geblieben

Wenn er heute im Hochzeitsalbum blättert, kommen Details wieder hoch: „Guck mal, damals haben wir so eine potthässliche Torte von der Stadt bekommen.“ Und: „Meine Güte war ich ein Dickerchen.“

Sohn Julian findet noch mehr merkwürdig: „Deine Frisur war sehr komisch. So richtig Vokuhila.“ Die Haare sind nun kurz. Nur der Schnurrbart ist geblieben. „Den darf ich nicht abmachen“, sagt Karlheinz Theiler, „sonst lässt sich meine Frau scheiden.“

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