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Angstraum für Fußgänger

Castrop-Rauxel Seit Jahren beschäftigt sich der Arbeitskreis Bürgerfreundliche Altstadt mit Ärgernissen in der Altstadt. Koordinator Meinolf Finke benennt nun die Top 6 Bausünden der Altstadt. Sehen Sie selbst.

12.12.2007

Im Zusammenhang mit unserer Berichterstattung über den Kunst- und Gestaltungsbeirat, dessen Beteiligung an stadtbildprägenden Bauvorhaben vom Bürgermeister zur Chefsache gemacht worden ist, hatten wir unsere Leser nach Bausünden gefragt.

Problemfall Bahn

Die Treppenstufen am Bahnhof Süd in Fahrtrichtung Dortmund sind dem Arbeitskreis mit Blick auf behinderte Personen und Eltern mit Kinderwagen ein Dorn im Auge. "Die Stadt soll der Deutschen Bahn eine Maßnahme zur Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen anbieten, von denen der Bahnsteig und andere Schäden in der Stadt beseitigt werden können", so Meinolf Finke. Der entsprechende Briefwechsel mit der Stadt und der Bahn füllt inzwischen Ordner, ohne dass es zu einer für alle Seiten befriedigenden Lösung gekommen wäre.

Schandfleck

Einen Schandfleck erster Güte sieht der Arbeitskreis im Velleuer-Gelände zwischen Wittener Straße und An der Freiheit. "Politik und Verwaltung sollen GeWo und LEG einen Termin zur Verwertung setzen, eventuell das Gelände übernehmen, um es einer sinnvollen städtebaulichen Entwicklung zuzuführen", so der Arbeitskreis.

Filet-Grundstück

Bekanntlich hat es für dieses Filet-Grundstück einen städtebaulichen Wettbewerb gegeben, den vor knapp zwei Jahren das Essener Büro Koschany und Zimmer gewonnen hatte. Was aus dem mit Beteiligung des Gestaltungsbeirats hochgehängten Projekt wird, ist äußerst ungewiss, was natürlich vor allem mit dem Verkauf der LEG im kommenden Jahr zusammenhängt.

Idee: Offener Bach

Tun sollte sich auch etwas am Mühlenhof . Im Mai 2007 hatte der Arbeitskreis vorgeschlagen, das Gelände zwischen Münsterstraße und Mühlengasse in eine öffentliche Verweilzone zu verwandeln. Das Haus Callenberg sollte renoviert und erhalten bleiben. Zudem könnte über eine Offenlegung des Mühlenbachs nachgedacht werden. Für diesen Bereich gibt es allerdings eine ganz andere Planung mit Bebauung, die im Frühjahr kommenden Jahres spruchreif sein soll.

Verwahrlost

Als verwahrlost stuft der Arbeitskreis den Münsterplatz ein und fordert eine Vergrößerung durch Verengung der Fahrspuren, Verkehrsberuhigung durch Schrittgeschwindigkeit, Gestaltung der geschaffenen Fläche als Grünzone und die Schaffung weiterer Möglichkeiten zum verzehrfreien Verweilen.

Dringenden Handlungsbedarf sieht der Arbeitskreis auch bei den GeWo-Häusern in der Straße An der Freiheit sowie in der Wohnsiedlung In der Kemande/Richard-Wagner-Straße von GeWo und LEG. "Hier hätte ein frühzeitiges Renovierungs- und Modernisierungsprogramm dazu führen können, weiterhin eine Wohnbebauung in guter Lage zu erhalten. Heute sind nur noch wenige Wohnungen belegt. Ein Angstraum für Personen, die dort gehen müssen", gibt Meinolf Finke wieder.

Politik und Verwaltung sollten hier genau wie beim Velleuer-Gelände handeln. Vorgesehen ist auf jeden Fall der Abbruch der Gebäude, was danach wird ist wegen des LEG-Verkaufs ein Buch mit sieben Siegeln.  

    

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