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Aus für Kult-Pommesbude

"Karin´s Imbiss"

CASTROP-RAUXEL Ausgezeichnet mit drei Pommestüten im "Pommesführer Ruhr" steht "Karin´s Imbiss“ in den aktuellen Top 50 der "kultigsten Buden des Ruhrgebiets." Doch nach über 20 Jahren am Standort Hagebaumarkt am Westring kommt Ende des Jahres das Aus für die Bude.

von Von Michael Fritsch

, 03.08.2010
Aus für Kult-Pommesbude

Aus für Karin´s Imbiss.

Damit verliert unsere Stadt gleichzeitig ihren bislang einzigen Teilnehmer in der Pommes-Champions-League. Der Grund: Der Eigentümer von Baumarkt und Liegenschaft, das Recklinghäuser Unternehmen Hermann Langenhorst, hat Karin und Gerhard Möhrke den Pachtvertrag fristgerecht zum Jahresende gekündigt.   "Wir sind vor 14 Tagen aus allen Wolken gefallen", berichtete Gerhard Möhrke am Montag in einem Telefonat mit unserer Redaktion aus seinem Holland-Urlaub. Eine Stellungnahme des Verpächters war zunächst nicht zu erhalten. Wie zu hören ist, soll eine neue Pommesbude an den Standort. Die Kündigung habe ihn völlig überrascht, zeigte Möhrke sich noch immer tief enttäuscht, zumal es keinerlei Begründung gegeben habe. "Fünf Jahre wollten wir eigentlich noch machen", fügte er hinzu. Der 61-Jährige, der einst für seine Frau den griffigen Werbespruch erfand "Von Castrop bis zum Wilden Westen: Karins Würstchen sind die besten", lässt keinen Zweifel daran, dass mit der Kündigung das endgültige Aus für "Karin´s Imbiss" mit dem markanten falschen Apostroph vor dem Genitiv-S gekommen ist.

"Das ist das Ende. Für einen Neuanfang sind wir zu alt“, legte sich der Dattelner definitiv fest. Auch seine Frau Karin, die Namensgeberin und gute Seele der Bude, muss nun ihren Zeitplan und die ursprünglichen Absichten, die Bude in der Familie weiter zu geben, gezwungener Maßen ad acta legen. Mit Stolz hatte sie vor anderthalb Jahren den Ritterschlag des Pommesführers kommentiert. Derweil ging das Alltagsgeschäft am Montag in gewohnter Weise weiter. Ulrike Abendroth und Doris Siemer, die seit 16 bzw. acht Jahren als Angestellte am Grill stehen, hatten wie immer alle Hände voll zu tun: "Stammpersonal und Stammgäste", fasst Ulrike Abendroth das fast schon familiäre Verhältnis zwischen Verkäuferinnen und Kundschaft zusammen.

Viele der Gäste hatten die traurige Kunde bereits gehört: "Schade, es lohnt sich immer, hier raus zu fahren", hieß es bedauernd. 

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